Margarete Schramböck, bis 2022 österreichische Wirtschaftsministerin, dockt als Unternehmerin in Saudi-Arabien an. Wie arabische Medien am Dienstag berichteten, wird sie beim Ölriesen Aramco als sogenanntes Board Member - als Mitglied des Vorstands oder Aufsichtsrates - fungieren.
Die Managerin Schramböck war 2017 von Sebastian Kurz (ÖVP) als Wirtschaftsministerin in die türkis-blaue Koalitionsregierung geholt worden. Bis zu ihrem Rücktritt 2022 blieb sie in diesem Amt, danach gründete sie eine Unternehmensberatungsfirma namens MSCH Management GmbH.
Aramco zweitwertvollstes Unternehmen der Welt
Diese Firmengründung öffnete Schramböck den Weg zu Aramco Digital, einer Tochterfirma des staatlichen saudi-arabischen Ölriesen Aramco, der im Vorjahr mit einem Marktwert von rund 2,3 Billionen Euro als das weltweit zweitwertvollste Unternehmen hinter dem US-Konzern Apple galt.
„Herausragende Rednerin“ Schramböck
Als Board Member bei Armaco Digital wird Schramböck verschiedene Aufgaben übernehmen - wie zum Beispiel im November einen Auftritt als Sprecherin bei einem Kongress im Oman „zur Beschleunigung der digitalen Transformation“, wie der „Standard“ am Dienstag berichtete. Demnach gilt Schramböck im arabischen Raum als „herausragende Rednerin“.
Tatsächlich hat die ehemalige Politikerin bereits im Juni in Riad, der Hauptstadt von Saudi-Arabien, an einer Podiumsdiskussion teilgenommen. Das Thema lautete damals: „Digitale Wirtschaft und künstliche Intelligenz: Produktivität und Wachstum freisetzen“.
Bei Aramco Digital soll sie nun „das volle Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen“. Das reicht von Anwendungen der Künstlichen Intelligenz bis hin zur Cybersicherheit.
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