Vom Wienerwald in den Wüstenstaat: Ein Bio-Fruchtsafthersteller aus Pressbaum schloss nun einen millionenschweren Export-Deal mit der größten Supermarkt-Kette des Nahen Ostens - und wandert damit auf den Spuren von Cristiano Ronaldo & Co.
Man muss kein Neymar oder Ronaldo sein, um das große Glück im Nahen Osten zu suchen. Auch der mittlerweile Ex-Cheftrainer von Red Bull Salzburg, Matthias Jaissle, wechselte beruflich nach Saudi-Arabien. Gute Geschäfte erwartet sich neuerdings auch der Fruchtsaft-Hersteller Höllinger, der sein Export-Netzwerk - in der Region zählen die Katar, Kuwait und Bahrein sowie die Vereinigten Arabischen Emirate bereits zum Kundenstock - entsprechend ausweitet.
Marktvolumen wie ganz Österreich
Die ersten hundert Paletten sind bereits unterwegs, Ende August sollen die Bio-Packerln in den Regalen von Riad & Co. stehen. Mit dem Panda-Konzern hat sich das Unternehmen mit Sitz im Pressbaum im Wienerwald übrigens den mit Abstand größten Einzelhändler von ganz Saudi-Arabien als Partner geangelt. „25 Prozent Marktabdeckung in dem 40-Millionen-Einwohner-Land entsprechen dem gesamten Marktvolumen von Österreich“, erklärt Gründer Gerhard Höllinger.
Wir machen es wie viele Profi-Sportler und gehen noch diesen Sommer beruflich nach Saudi-Arabien.
Gerhard Höllinger
Bereits bisher hatte der Fruchtsafthersteller, der vor allem für seinen naturtrüben Saft aus steirischen Äpfeln bekannt ist, rund die Hälfte seiner Produkte ins Ausland verkauft. Mit dem Saudi-Deal steigt die Exportquote sprunghaft auf 60 Prozent an. „Wir sehen im gesamten arabischen Markt eben ein enormes Potenzial für uns“, strebt Höllinger langfristig einen kontinuierlichen Ausbau der Produktvielfalt in Panda-Filialen an.
Freilich gehe es um Diversifikation: „Wer sich breit aufstellt, kommt besser durch Krisen, das haben wir schon bei Corona gemerkt.“ Daheim wie im Wüstenstaat will die österreichische Traditionsfirma weiter mit Natürlichkeit und Qualität punkten.
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