Eins ist klar: ChatGPT und andere KI-Tools beeinflussen uns immer mehr. Auch in Bildungseinrichtungen spürt man bereits die Veränderung, doch wie geht man damit um? Die Bildungsdirektion ist sich der Problematik bewusst und will nun mit einer Verankerung von ChatGPT im Lehrplan nachhelfen.
Zukünftig soll in Schulen über, mit, durch, trotz und ohne Künstliche Intelligenz gelernt und gelehrt werden. Wie genau das aussehen wird, steht noch nicht fest, klar ist jedoch, dass man in Zukunft sowohl Schüler als auch Lehrer über Künstliche Intelligenzen aufklären muss. ChatGPT und andere Tools werden nicht einfach so wieder verschwinden, weshalb es nun an der Zeit ist, einen sinnvollen Umgang damit zu erlernen.
ChatGPT trotz kurzer Medienpräsenz sehr bekannt
In einer oberösterreichischen Jugend-Medien-Studie vom März 2023 wurden 500 Jugendliche sowie je 200 Eltern und Pädagogen nach ihren ersten Begegnungen mit ChatGPT befragt. Über zwei Drittel der 11 bis 18-jährigen befragten Jugendlichen gaben an, das KI-Tool zu kennen, getestet haben es nur ein Viertel. Bei den Eltern ist die Bekanntheit wesentlich niedriger: Ihr Probierverhalten liegt unter dem der Jugendlichen und nicht einmal die Hälfte von ihnen kannte ChatGPT. Bei 88 Prozent der Pädagogen ist die neue Technologie bekannt, ausprobiert haben sie fast ein Drittel.
Erste Schritte wurden schon gemacht
Die Pädagogische Hochschule OÖ (PH OÖ) bietet schon jetzt umfassende Lehrveranstaltungen zu Themen wie Digialisierung, Künstliche Intelligenz und ChatGPT an. Im aktuellen Schuljahr konnten so über 8000 Pädagogen und angehende Pädagogen an mehr als 3200 Unterrichtseinheiten zu den oben genannten Themen teilnehmen. In Schulen wurde ebenfalls der Startschuss gegeben, indem zukünftig das Pflichtfach „Digitale Grundbildung“ am Lehrplan stehen wird.
Derzeit noch viele Mängel
Laut AHS-Landesschulsprecher Xaver Eicher gibt es derzeit noch einen großen Mangel an Kompetenzvermittlung in Schulen. KI-Tools müssten in absehbarer Zeit in allen Unterrichtsfächern Platz finden, um den Jugendlichen ein begleitendes Einüben in diese Tools zu gewährleisten. Die Bereitschaft der Lehrer, sich fortzubilden, sei vorhanden.
„Ob wir wollen oder nicht: KI und ChatGPT wird die Bildung verändern. Daher sind wir als Gesellschaft gefordert, uns darauf vorzubereiten“, betont auch LH-Stellvertreterin und Bildungsreferentin Christine Haberlander.
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