Wohin nur bei dieser Affenhitze? Die extremen Temperaturen der letzten Tage ließen vor allem jene, die in Städten wohnen, besonders stöhnen. Ein vierköpfiges Team tüftelt seit vier Jahren an sogenannten Klima*Inseln, die vor allem überhitzte Innenstädte kühlen sollen. Der Prototyp steht nun in Traun, das Interesse ist groß.
Wer Holz für Böden, Fassaden, Furniere, Gebäude oder Möbel braucht, kommt an der Firma Keplinger in Traun kaum vorbei. Auch für die Klima*Inseln hat das Unternehmen das passende Material: Lärchenholz wurde zur Verfügung gestellt - und eine Fläche am Firmengelände, wo nun der Prototyp der fünf mal fünf Meter großen Würfel steht und am 29. September auch ein Info-Tag von 10 bis 14 Uhr stattfindet.
„Hier waren schon viele sehr konkrete Interessenten da - auch aus der Schweiz und aus München“, erzählt Wolfgang Preisinger. Im Brotberuf ist Preisinger einer der Chefs der Agentur „Die Fabrikanten“. Seit vier Jahren ist er aber auch für die Klima*Inseln engagiert, die Schatten spenden, vor allem aber einen Kühleffekt durch Verdunstung erzielen. Neben Preisinger gehören noch Jeremias Blaickner, Philip Buchberger und Christoph Fürst zum Entwicklerteam.
Ein Modul kostet 60.000 Euro
Acht Unternehmen sind an der Umsetzung der Module beteiligt: Keplinger, die Baufirma Kern, Sihga, Maba, Maitec Armaturen, Aquavia Bewässerungssysteme, Statikexperte Harald Weiß und der Maschinenring, der sich um die Pflanzen kümmert, die an den Klima*Inseln bewachsen. Die Würfel eignen sich für Plätze in Städten. „Aber auch Wohnbauträger und Krankenhäuser kontaktieren uns“, so Preisinger. Ein Modul kostet übrigens 60.000 €, ein Miet-Modell wird angeboten.
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