Video aufgetaucht
Prigoschin sprach über seinen „unvermeidbaren Tod“
Der Gründer der Wagner-Söldnertruppe Jewgeni Prigoschin war bekannt für seine scharfen Worte und undiplomatische Ausdrucksweise. An Selbstreflexion fehlte es dem abgebrühten Russen aber nicht, wie ein derzeit im Netz kursierendes Video zeigt.
Nämlich philosophierte Putins Koch in einem seiner früheren Interviews darüber, was ihn nach dem Tod erwarten würde.
„Wir kommen alle in die Hölle. Aber in der Hölle werden wir die Besten sein“, gab sich der Wagner-Chef zynisch und konnte sich das Lachen nicht verkneifen.
„Der Tod ist nicht das Ende, sondern nur der Beginn von etwas Neuem“, antwortete sein Stellvertreter Dmitri Utkin aus dem Off.
Den Ausdruck „Die Besten in der Hölle“ verwendete der Wagner-Chef nicht nur einmal. Etwa platzierte er ihn geschickt, wenn er für seine Privatarmee warb. „Sie werden aus dir echte Krieger machen und dir beibringen, wie man siegt und du wirst mit Orden und Medaillen nach Hause zurückkehren. Die Einen kommen in den Himmel und die Anderen in die Hölle. Aber in der Hölle werden wir die Besten sein“, wird Prigoschin von russischen Medien zitiert.
Wagner-Propagandafilm
Es gibt sogar einen russischen Actionfilm aus dem Jahr 2022, dessen Titel auf Deutsch übersetzt „Die Besten in der Hölle“ lautet und von den Heldentaten der Wagner-Söldner handelt. Zu dessen Produzenten soll übrigens auch Prigoschin zählen. Laut dem Söldner-Chef wurden bei dem Film nur „echte Dekorationen“ eingesetzt - wie etwa echtes Blut.
Mysteriöser Flugzeugabsturz
Der beim russischen Präsidenten Wladimir Putin in Ungnade gefallende Prigoschin kam am frühen Mittwochabend bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz ums Leben. Vieles deutet darauf hin, dass die Maschine abgeschossen wurde. Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums überlebte keiner der zehn Insassen. Über die anderen Passagiere ist zunächst nur wenig bekannt, russischen Medien zufolge waren die meisten Wagner-Söldner. Unter den mutmaßlichen Toten war den Angaben der russischen Luftverkehrsaufsichtsbehörde Rosawiatsija zufolge auch Prigoschins rechte Hand, Dmitri Utkin.
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