Der Grazer Stadiongipfel ist zu Ende - mit schlechten Nachrichten für den GAK: Der Ausbau des Trainingszentrums Weinzödl ist vom Tisch. Nun wird ein neuer Standort für die Rotjacken gesucht. Geprüft wird auch der Vorschlag von Sturm, die Merkur Arena in Liebenau zu kaufen.
Den ersten Dämpfer gab’s für Sturm und den GAK schon vor Gipfel-Anpfiff: Nach langer Verzögerung wurde den Vereinsverantwortlichen doch noch das Gutachten für ein mögliches GAK-Stadion in Weinzödl übermittelt. Inhalt: Ein Ausbau im Grazer Norden ist aufgrund des Grundwasser-Schutzes nicht möglich.
Eine bittere Pille für (Fußball-) Schwarz und Rot. Zumal Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) vor Beginn der Sitzung gegenüber der „Krone“ noch einmal klarmachte, dass ein Abtreten des Baurechts in Liebenau an Sturm nur in Frage kommt, wenn es auch für den GAK eine zufriedenstellende Lösung gibt. Der Gipfel selbst ging dann quasi in die Verlängerung: Erst nach 225 Minuten verließen die Teilnehmer das Baumkircher-Zimmer im Rathaus.
Sturm-Vorschläge werden geprüft
Das Ergebnis? Wirklich Greifbares ist weiter nicht in Sicht. Sturm übergab sein Konzept für die Übernahme der Merkur-Arena. „Diese Vorschläge werden jetzt geprüft“, sagt Michael Ehmann, SPÖ-Klubobmann und Koordinator der Arbeitsgruppe Stadion.
Die Stadt ihrerseits kündigte die Einrichtung eines Stadion-Sonderausschusses mit Mitgliedern aller Fraktionen an. Dessen Gründung soll formal am kommenden Mittwoch über die Bühne gehen, wenn sich der Ausschuss für Finanzen und Beteiligung auf Antrag von ÖVP und KFG zu einer Sondersitzung trifft.
Nach dem Wegfall von Weinzödl heißt’s bei der Standortsuche für eine GAK-Arena aber zurück an den Start. „Solange es da keine für uns finanziell darstellbare Lösung gibt, wird es kein Sturm-Stadion Liebenau geben“, betonte GAK-Boss Rene Ziesler.
Sturm will Entscheidung bis Jahresende
Bei Sturm zeigt man sich zumindest nach Außen hin zufrieden: „Wichtig ist, dass der Verkaufsprozess jetzt gestartet wurde. Natürlich verknüpft mit der Standortfindung für den GAK. Vom Zeithorizont her unterscheiden wir uns zwar von der Stadt, bis Ende des Jahres soll aber auf alle Fälle eine Entscheidung fallen“, sagt Präsident Christian Jauk.
Als Plan B bliebe die Neugestaltung des Liebenauer Stadion - für beide Vereine. Hier heißt’s beim Sporttagungszentrum zurück an den Start, wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet. „Nach zwei Jahren gibt es also im Wesentlichen nichts Neues“, urteilte Sportstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP).
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