50.000 Liter Gülle, die in den Anzbach in Niederösterreich flossen, richteten im Forellen-Domizil ein Massenfischsterben an.
Der geöffnete Schuber einer Güllegrube in der Rotte „Am Hof“ löste in der Nacht auf Montag eine Naturkatastrophe besonderer Art in dem lieblichen Fischaufzuchtbach aus. Der Anzbach stellte bislang einen Naturschatz dar, da in dem seit 30 Jahren nicht mehr befischten Bächlein der Urstamm der Wienerwald-Bachforelle bewahrt werden konnte.
Der Geruch des Todes lag über ganz Maria Anzbach
„Es handelt sich dabei über eine Salmonidenart, die sich über die Jahrtausende perfekt an die Bedingungen wie wärmeres Wasser und niedrigen Wasserstand angepasst hatte“, so Fischereiausübungsberechtigter Oswald Hicker im „Krone“-Telefonat hörbar entsetzt und verärgert. „Der Anzbach ist biologisch tot!“ Der beißende Geruch lag in ganz Maria Anzbach in der Luft.
Horrorbilanz: Die vor 30 Jahren begonnenen Bemühungen engagierter Forellenfreunde wurden durch diese gigantische Gülleflut in einer Nacht zerstört. Dabei ist es den Feuerwehrleuten aus Maria Anzbach zu verdanken, dass sich die Todeswelle nicht noch weiter in die Große Tulln ausbreiten konnte. Polizei und Wasserrechtsbehörde unterstützten die Florianis. Ein Damm wurde errichtet und ablaufendes Wasser-Gülle-Gemisch mit Vakuumfässern abgesaugt.
Durch die Gülleflut wurde in einer Nacht die Arbeit von 30 Jahren Aufzucht der Wienerwald-Bachforelle für immer zerstört.
Oswald Hicker, Fischereiausübungsberechtigter
Bild: Gerhard Lahofer
Auch für Menschen schädlich
Auch der Bezirkshauptmann von St. Pölten-Land, Josef Kronister, setzte sich sofort ein: „Die Gewässeraufsicht ist vor Ort, um den Schaden zu minimieren.“ Es wurde viel Wasser nachgespült, um das Giftgemisch zu verdünnen. Feuerwehrkommandant Josef Ertl forderte die Bewohner auf: „Halten Sie sich und Ihre Tiere vom Bach fern. Gülle kann für die Gesundheit von Mensch und Tier schädlich sein!“
Forellen-Bewahrer Oswald Hicker jedenfalls wartet ebenso wie viele der 400.000 Petri-Jünger Österreichs gespannt auf das Ergebnis polizeilicher Ermittlungen: „Ein Gülle-Schuber kann sich nicht von alleine öffnen und schließen!“
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