Plage in Neu-Delhi
Vor G20-Gipfel: Spezialtrupp macht Jagd auf Affen
Viele in Indien verehren sie, für viele sind sie schlicht eine Plage: Affen. Die Tiere laufen in Gruppen durch die Straßen. Vor dem G20-GIpfel in Neu Delhi am 9./10. September startet die indische Hauptstadt einen neuen Anlauf gegen das Problem. Dafür werden sogar speziell ausgebildete „Affen-Männer“ eingesetzt.
Diese „Affen-Männer“ sollen während des G20-Gipfels in der kommenden Woche marodierende Rhesusaffen davon abhalten, Unruhe zu stiften und die als Schmuck aufgestellten Blumen-Arrangements zu zerstören.
30 „Monkey Wallahs“ werden eingesetzt
Der Stadtrat heuerte eigens mehr als 30 „Monkey Wallahs“ an, die die Rufe der aggressiven Languren - der natürlichen Feinde der kleineren Rhesusaffen - nachahmen.
„Wir können die Affen nicht aus ihrem natürlichen Lebensraum entfernen, deshalb haben wir eine Mannschaft von 30 bis 40 Männern aufgestellt, die die Affen verscheuchen“, sagte der Vize-Stadtratsvorsitzende Satish Upadhyay der Nachrichtenagentur AFP.
Wir können die Affen nicht aus ihrem natürlichen Lebensraum entfernen, deshalb haben wir eine Mannschaft von 30 bis 40 Männern aufgestellt, die die Affen verscheuchen.
Satish Upadhyay, Vize-Stadtratsvorsitzender in Neu-Delhi
Lebensgroße Languren-Dummies werden aufgestellt
Die „Affen-Männer“ sollten in den Delegationshotels sowie an allen Orten, wo häufig Affen gesichtet werden, stationiert werden. Zusätzlich werden lebensgroße Languren-Dummies aufgestellt, um den Rhesusaffen Angst zu machen.
Weit verbreitete Plage
Affen werden in der hinduistischen Religion verehrt, andererseits sind sie in Indien eine weit verbreitete Plage und verwüsten Gärten, beschädigen Dächer und greifen auf der Suche nach Nahrung auch Menschen an. Jahrzehntelang patrouillierten Männer mit ausgebildeten Languren in den Straßen von Neu-Delhi, um Rhesusaffen zu verscheuchen. Inzwischen ist diese Praxis aus Tierschutzgründen abgeschafft.
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