Bei den Händlern kriselt‘s, in weiterer Folge auch bei den Herstellern! Das zurückhaltende Kaufverhalten sorgt auch bei Löffler für eine geringere Auslastung der Produktion in Ried im Innkreis. „Werden eines Besseren belehrt“, sagt der Geschäftsführer des Sportbekleidungsherstellers.
Der steirische Sporthändler geomix schlitterte mit fast 45 Millionen Euro Passiva in die Insolvenz und riss letztlich die Einkaufsgenossenschaft Zentrasport in Ohlsdorf mit, die nun ein Sanierungsfall ist. Zwei Beispiele, die zeigen, wie schwer sich die Sportartikelbranche aktuell tut. Die Teuerungen trüben zudem die Lust aufs Shoppen.
„Werden gerade eines Besseren belehrt“
„Der Tourismus macht ein super Geschäft, bei Partys und Konzerten spielt Geld keine Rolle, aber das Kaufverhalten ist zurückhaltend“, sagt Otto Leodolter. Der Geschäftsführer von Sportbekleidungshersteller Löffler spricht zwar von einem „anhaltenden Outdoor-Boom“ und Nachzieheffekten, weil viele nach dem Fahrradkauf der letzten Jahre nun in die Sportkleidung investieren, sagt aber auch: „Wir werden gerade eines Besseren belehrt, was unsere Erwartungen angeht.“
„Garn für ein Jahr auf Lager“
Die Auslastung in der Löffler-Produktion in Ried im Innkreis ist deutlich geringer als zuletzt: „Aber wir haben’s gut im Griff.“ Nach dem Rekordumsatz 2022/23 und einem „sehr, sehr guten Ergebnis“ (O-Ton Leodolter) schauen die Zahlen für heuer „deutlich schlechter aus“. Die Situation werde sich aber einpendeln, ist der Manager überzeugt: „Die ganze Lieferkette muss sich konsolidieren. Wir haben Garn für ein Jahr auf Lager.“
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