Rauris räumt nach den schweren Unwettern auf. Eingeschlossene konnten mittlerweile ausgeflogen werden. Das Kanalnetz ist jedoch stark betroffen.
Als „Wahnsinn“ bezeichnet Bürgermeister Peter Loitfellner das, was sich in den vergangenen Tagen durch die schweren Unwetter im hintersten Eck des Raurisertals – im aus den Goldminen-Zeiten bekannten Kolm Saigurn – abgespielt hat. Die Bilder von Gebhard Neumayr, des Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung, sprechen Bände. Seine Worte: „Die Zerstörung im Raurisertal ist unvorstellbar, sowas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.“ Eine riesige Mure, die einen Almboden und Straßen zerstörte. 50 Leute, die meisten Urlauber, waren dadurch von der Außenwelt abgeschnitten. Einige konnten noch am Dienstagabend mit dem Polizei-Heli ausgeflogen werden, berichtet Loitfellner: „Andere hat die Bergrettung sicher aus dem Tal gebracht.“ Mittlerweile konnte auch eine Behelfsstraße errichtet werden.
25 bis 30 Bagger im Einsatz
Die Aufräumarbeiten dauern an. 25 bis 30 schwere Baufahrzeuge wie Bagger stehen derzeit im Einsatz, berichtet Loitfellner: „Wir räumen gerade das Bachbett frei, falls es zu weiteren Unwettern kommt. Es werden auch Steine weggeräumt, damit es keine Gefahr mehr gibt.“ Was die flächenmäßig größte Salzburger Gemeinde besonders schmerzt: Das sanierte Kanalnetz in diesem Bereich ist völlig zerstört. Rohre sind weggespült. „Allein wegen des Kanalnetzes werden die Arbeiten bis in das nächste Jahr andauern“, weiß der Ortschef.
Das Land hat laut Loitfellner telefonisch bereits Hilfe zugesichert: „Wir brauchen jetzt massive Unterstützung.“
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