Wegen des Hollywood-Streiks sind deutlich weniger Filmstars als üblich zur Eröffnung der Filmfestspiele Venedig gekommen. Dafür glänzte eine umso mehr: Topmodel Toni Garrn.
Garrn schritt in einer silbernen Robe über den roten Teppich am Lido in Venedig - und war dabei eindeutig ein Blickfang. Denn das bodenlange und schulterfreie Kleid der 31-Jährigen bestand aus einer Vielzahl von quadratischen Pailletten, die im Blitzlichtgewitter der Fotografen schimmerten.
Zu dem Dress, das von der italienischen Designerin Alberta Ferretti stammt, kombinierte Garrn eine funkelnde Statement-Diamantkette und schlichte Ohrstecker.
„Unterstützender Gruß“ an Streikende
Auf den roten Teppich kamen am aufgrund des Hollywood-Streiks Mittwochabend weniger internationale Filmstars als üblich. Dafür war viel italienische Prominenz zu sehen. In ihrer Eröffnungsrede richtete sich die Schauspielerin Caterina Murino an die Streikenden in Hollywood.
„Ein herzlicher und unterstützender Gruß an diejenigen, die nicht hier bei uns sind, um den intellektuellen und wirtschaftlichen Wert ihrer Arbeit zu verteidigen und uns daran zu erinnern, dass das künstlerische Schaffen das Vorrecht talentierter Männer und Frauen ist, das nicht an die künstliche Intelligenz delegiert werden kann“, so Murino.
Cooper und Stone kommen nicht
Einige US-Stars, die an Filmen des diesjährigen Festivals beteiligt sind, kommen wohl nicht nach Venedig. Dazu soll unter anderem Bradley Cooper, dessen Film „Maestro“ im Wettbewerb läuft, gehören.
Ob er aber auch wirklich nicht auf dem roten Teppich erscheinen wird, steht noch in den Sternen. Mit seiner Ex Irina Shayk weilt der Hollywoodstar nämlich aktuell in der Lagunenstadt. Und vielleicht entscheidet er sich ja noch um ...
„Die Auswirkungen des Streiks der Hollywood-Schauspieler werden spürbar sein“, hatte Festivaldirektor Alberto Barbera am Mittwochnachmittag gesagt. Aber sie würden nicht so gravierend ausfallen, wie anfangs befürchtet.
Vor allem italienische Prominenz bei Eröffnung
Zur Eröffnung kam allerdings neben den internationalen Jury-Mitgliedern - zu denen der US-Regisseur Damien Chazelle, die neuseeländische Regisseurin Jane Campion und der irische Filmemacher Martin McDonagh gehören - vor allem italienische Prominenz. Einige Politiker des Mittelmeerlands schritten über den Teppich, etwa Italiens Infrastruktur- und Transportminister Matteo Salvini.
Die gewerkschaftlich organisierten Drehbuchautoren streiken in den USA seit Anfang Mai. Seit Mitte Juli haben zudem Zehntausende Mitglieder der Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA die Arbeit niedergelegt. Sie fordern eine bessere Vergütung und Regeln im Umgang mit der künstlichen Intelligenz.
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