Mehr als 100 Millionen Euro fließen in den Umbau einer Papiermaschine in Laakirchen. Motor dafür ist Sebastian Heinzel, der sich als Unternehmer und Vater in der Verantwortung sieht. Parallel dazu wird deshalb auch die Abnabelung von Erdgas vorangetrieben.
„Würden wir nicht investieren, könnte man die Maschine nur abstellen und die Leute nach Hause schicken“, sagt Sebastian Heinzel. Als Chef der Heinzel-Group, zu der neben der Papierfabrik in Laakirchen ab Jahreswechsel auch jene in Steyrermühl gehört, muss er sich dem Wandel stellen.
2024 erfolgt der Umbau der zweiten Maschine
„Kataloge, Magazine und Werbeprospekte werden weniger, dementsprechend entwickelt sich die Nachfrage nach weißem Papier. Wir investieren daher in nachhaltige Verpackungspapiere", erklärt Heinzel. In Laakirchen investiert er daher nun mehr als 100 Millionen € in den Umbau der zweiten Papiermaschine, der 2024 erfolgt.
„Sonst ist es hier ungemütlich heiß“
Parallel dazu treibt ihn der Kampf gegen den Klimawandel um. Klares Ziel: Bis 2050 soll die Firmengruppe CO2-neutral sein. „Wir müssen alle dekarbonisieren, sonst ist es hier so ungemütlich heiß, dass es nicht mehr wahnsinnig viel Spaß macht“, sagt der 46-Jährige.
2050 sei für ihn greifbar: „Ich hab’ drei kleine Söhne, die dann Ende 20, Anfang 30 sind. Ich bin dann 73.“
Photovoltaikanlagen auf den Dächern
Wie Heinzel vom Erdgas wegkommen will? In Laakirchen wurde das Wasserkraftwerk erneuert, auf den Hallendächern installierte man Photovoltaikanlagen. Außerdem wird bei der Abwasserreinigung auch Biogas hergestellt. In Steyrermühl, wo es auch ein Sägewerk gibt, soll die Biomasseanlage ausgebaut werden.
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.