Neuer Bericht:
Nordkoreas Machthaber Kim trifft Putin in Russland
Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un will im September nach Russland reisen und den dortigen Präsidenten Wladimir Putin treffen. Das berichtete die „New York Times“ am Montag. In dem Gespräch soll es um mögliche Waffenlieferungen für den Ukraine-Krieg gehen.
Die „New York Times“ bezieht sich dabei auf US-amerikanische und andere verbündete Quellen. Kim werde wahrscheinlich von Pjöngjang aus mit einem gepanzerten Zug nach Wladiwostok reisen, hieß es. In der Stadt an der russischen Pazifikküste ist von 10. bis 13. September ein Wirtschaftsforum geplant, das die beiden Staatschefs besuchen wollen. Es sei aber auch möglich, dass Kim nach Moskau reise. Grundsätzlich verlässt der Machthaber Nordkoreas sein abgeschottetes Land nur selten.
Waffen gegen Lebensmittel
Dass die Regierungen Nordkoreas und Russlands enger bei Verteidigungsfragen zusammenarbeiten wollen, wurde bereits Ende Juli bekannt gegeben. Kim wolle eine Basis für die Rivalität mit den USA finden, hieß es damals. Zuvor hatte die US-Regierung der nordkoreanischen vorgeworfen, Russland Waffen für den Krieg in der Ukraine geliefert zu haben. Putin soll dem Bericht nach auf Artilleriegeschosse und Panzerabwehrwaffen hoffen, Kim auf fortschrittliche Technologie für Satelliten und U-Boote mit Nuklearantrieb. Zudem soll er sich um Lebensmittelhilfe für sein verarmtes Land bemühen.
Am heutigen Montag traf sich der russische Präsident Wladimir Putin, wie berichtet, mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, um über das Getreideabkommen mit der Ukraine zu sprechen. Anschließend gaben die beiden in der Schwarzmeer-Stadt Sotschi eine Pressekonferenz. Dort sagte Putin unter anderem, dass das ukrainische Heer Anschläge auf Gasleitungen in der Türkei verüben wolle. „Es werden Versuche unternommen, die Leitungen TurkStream und Blue Stream zu attackieren, über die Gas aus Russland in die Türkische Republik geliefert wird.“
Drohnen als Ausstiegsgrund
Schiffe würden die Systeme überwachen, aber ständig attackiert werden, darunter auch mit Drohnen. Moskaus Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte, dass die Drohnenangriffe der Ukraine auch ein Grund für den Ausstieg aus dem Getreideabkommen gewesen seien. Ursprünglich sei vereinbart worden, dass ukrainische Häfen nicht für Angriffe auf russische Infrastruktur genutzt würden. „Das alles wurde verletzt.“ In der vergangenen Woche seien sieben ukrainische Überwasserdrohnen zerstört worden.
Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Die russische Seite hatte das Getreideabkkommen im Juli auslaufen lassen, die Sicherheitsgarantien für den Schifsverkehr mit ukrainischen Häfen wurden daraufhin aufgehoben. Das führte zu einer neuen Seeblockade. Das russische Militär griff in den vergangenen Wochen immer wieder ukrainische Häfen an - angeblich hätte es militärische Ziele im Visier.
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