Very british" hat Arsonore-Leiter Markus Schirmer heuer sein Programm konzipiert - und dabei auch Talent fürs Improvisieren bewiesen. Heute startet der Programmreigen mit „40 Finger für ein Halleluja!“ um 19.30 Uhr im Grazer Schloss Eggenberg.
Den Anstoß für das Thema hat Pianist Alberto Nosé gegeben, der mit seiner Partnerin Valentina Fornari Gustav Holsts „Die Planeten“ eingespielt hat. Beide hätten auch in Graz zur Eröffnung spielen sollen - doch es kam anders. Nosé und Fornari mussten absagen, also waren Markus Schirmers Kontakte sowie sein Talent fürs Improvisieren gefragt. Und der Ersatz kann sich sehen lassen: Elina Akselrud und Denis Zhdanov werden Holsts epochales Werk, das im Planetensaal des Eggenberger Schlosses den idealen Rahmen hat, interpretieren. Gemeinsam mit den prämierten Klavier-Talenten Roman und Oleksandr Fediurko gestalten sie den Auftakt „40 Finger für ein Halleluja“ mit britischen Kompositions-Schätzen in ukrainischer Klavier-Tradition am heutigen Mittwoch.
Britisch geht es weiter, wenn Cornelius Obonya Shakespeare und Virginia Woolf rezitiert und Schirmer, Petrit Ceku, Jevgēnijs Čepoveckis, Marie Spaemann und andere mehr dazu Feines von Britten, Beethoven, Haydn und Vaughan Williams spielen.
Es ist mittlerweile Tradition, dass einer der Arsonore-Abende im Grazer Schloss Eggenberg - dieses Mal ist es der Freitag - den Stars von Morgen gewidmet ist. Dieses Mal hat Intendant Markus Schirmer für „Mörderische Märchen“ eine beeindruckende Gruppe zusammengestellt, deren Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben sich fast nicht mehr zählen lassen. Da wäre zum Beispiel der 18-jährige Cellist Elvis Herndl, der neben vielen anderen Preisen auch bei der „Goldenen Note“ im ORF reüssieren konnte, oder die erst 13-jährige Pianistin Sunny Ritter, ebenfalls mit der „Goldenen Note“ und gut 30 weiteren Auszeichnungen prämiert und ab Herbst Studentin am Mozarteum in Salzburg. Beeindruckend auch die Laufbahn des 16-jährigen Geigers Leonhard Baumgartner.
Meisterschüler & Stars von Morgen
Die Pianisten Vincent Ling und Rebecca Leung - beide Meisterschüler von Markus Schirmer - muss man in Graz nicht mehr vorstellen, beide haben bereits bejubelte Auftritte in Großbritannien, Deutschland und Österreich hinter sich und befinden sich auf dem Sprung in große Karrieren. Jevgēnijs Čepoveckis gehört ohnehin zu den arrivierten jungen Geigern in der internationalen Musikszene. Das gilt auch für die iranische Hornistin Bahar Akbari und den Bassisten Dominik Wagner, der mittlerweile als Solist bei renommierten Orchestern begeistert und bereits eine Solo-CD veröffentlicht hat. Sie alle werden einen märchenhaften Abend gestalten, zu dem Wolfram Berger mit Texten von Charles Dickens bis Oscar Wilde ein wahres Sprachgewitter vom Stapel lassen wird.
Öffentliche Probe
Bereits um 11 Uhr gibt es eine öffentliche Generalprobe für Familien im Planetensaal, bei der Harald Haslmayr wieder als „g‘scheiter Herr Professor in die Wunderwelt der Musik“ führt.
Am Samstag wartet noch „Ba-Rock“, ein Mix aus Dowland, Purcell, Byrd und den Beatles, Rolling Stones, Queen etc. Und der finale Sonntag bietet in der Oper wieder gute Unterhaltung auf höchstem Niveau, wenn das Ukulele Orchestra of Great Britain sein Können präsentiert.
Alle Informationen zum Programm und Kartenreservierungen unter arsonore.at
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