Jeder sechste (17,3%) der insgesamt 4.480.900 Erwerbstätigen im Land wünscht sich eine kürzere Wochenarbeitszeit. Das geht aus der aktuellen Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung der Statistik Austria hervor. Damit bekommt die Debatte um die mögliche Einführung einer 32-Stunden-Woche wieder mehr Schwung.
Die Erwerbstätigen gaben dabei an, für eine Reduzierung der Arbeitszeit selbst einen finanziellen Verlust in Kauf zu nehmen. Vergleichsweise wenig Personen gaben hingegen an, mehr Stunden arbeiten zu wollen (6,5%). Der Trend zu mehr Teilzeit hält damit weiter an: „Jeder sechste Erwerbstätige möchte weniger arbeiten, davon 15,8% der erwerbstätigen Frauen und 18,7% der Männer“, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.
Der ganz wesentliche Teil (76,1%) gab hingegen an, an der wöchentlichen Normalarbeitszeit derzeit nichts ändern zu wollen.
Konkrete Verhandlungen schon in Deutschland
Zuletzt hatte vor allem die SPÖ vehement eine Reduzierung der Arbeitszeit auf eine 32-Stunden-Woche gefordert. In Deutschland ist man da bereits einen Schritt weiter. Die Metallergewerkschaft IG Metall fordert in den Kollektivvertragsverhandlungen bereits eine entsprechende Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich.
Arbeitslosenzahlen etwas gestiegen
Indessen ist die Zahl der Arbeitslosen in Österreich nach internationaler Definition im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres um 26.800 auf insgesamt 224.700 gestiegen. „Die Abkühlung der Konjunktur hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Zwar ist die Zahl der Erwerbstätigen im 2. Quartal 2023 im Jahresabstand um 42 100 auf knapp 4,5 Mio. angewachsen, gleichzeitig ist aber die Arbeitslosigkeit erneut gestiegen“, heißt es von der Statistik Austria.
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