Auf TikTok verbreitet
Jugendlicher wohl nach „Deo-Challenge“ gestorben
Im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ist ein Jugendlicher möglicherweise an der sogenannten „Deo-Challenge“ gestorben. Dabei handelt es sich um eine Herausforderung auf TikTok, bei der möglichst lange kalte Deo-Sprays auf die eigene Haut gesprüht werden sollen. Das kann zu Schmerzen und Verbrennungen führen.
Eine weitere Variante sieht gar vor, den Deo-Spray einzuatmen. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen teilte am Freitag mit, dass ein Zusammenhang zwischen dieser Art Mutprobe und dem Tod eines Jugendlichen im Kreis Coesfeld derzeit geprüft werde. Sie warnten Eltern vor den Gefahren des Internetphänomens, das auf TikTok verbreitet wird. Bereits im Jänner war in Schleswig-Holstein eine 17-Jährige nach einer „Deo-Challenge“ gestorben. Ihr Vater warnte im Juli in der „Bild“ vor den Gefahren.
Mutprobe mit extrem scharfen Speisen
Eine weitere aktuelle „Mutprobe“ besteht darin, extrem scharfe Lebensmittel zu verzehren. Dazu äußerte sich das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Freitag. „In der Vergangenheit wurden immer wieder Fälle bekannt, bei denen unerwünschte Wirkungen wie Schleimhautreizungen, Übelkeit, Erbrechen und Bluthochdruck beobachtet wurden.“ Vor allem Kinder reagierten empfindlich auf scharfe Chili-Produkte. Speziell in diesen Fällen seien sogar lebensbedrohliche Folgen möglich.
Wie berichtet, gab es im August in Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) einen medizinischen Großeinsatz, weil mehrere Fünftklässlerinnen und Fünftklässler besonders scharfe Maistortilla-Chips gegessen hatten, die stark mit Carolina Reaper gewürzt sind, der angeblich schärfsten Chilisorte der Welt. Die Kinder mussten wegen Magenschmerzen sowie Haut- und Atemwegsreizungen versorgt werden.
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