Nur wenige Hollywood-Größen haben das geschafft: Hauptdarsteller in zwei Filmen zu sein, die gleichzeitig im Kino laufen. Wien ist anders.
Da beschäftigen sich zwei Kurzfilme in voller Spielfilmlänge mit dem jungen Ex-Kanzler. Die Produzenten waren gnädig bzw. von völlig gegensätzlichem Antrieb. Für jeden Kunden ist etwas dabei. Indiana Jones gegen den Exorzisten sozusagen.
Kurzfilm 1 (läuft bereits) ist nach Geschmack der Bürgerlichen abgedreht: Meidlings wackerer Indy auf der Suche nach der konservativen Bundeslade. Kurzfilm 2 (Start demnächst) soll dem Vernehmen nach die Traumwelt linker Jagdgesellschaften beflügeln. Dem vom Ungeist besessenen Basti (und seinen Jüngern) muss der reaktionäre Dämon ausgetrieben werden. Koste es, was wolle.
Böse Zungen behaupten, Streifen 1 soll nur erschaffen worden sein, um Streifen 2 den Wind aus den Segeln zu nehmen. Darsteller aus Blockbuster 1 fühlen sich zudem hintergangen. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen sollen sie zu Interviews gedrängt worden sein. Der bis dahin als „progressiv“ geltende Regisseur dementiert heftig.
Ob es Fortsetzungen gibt, wird das Publikum, der Strafrichter oder künstliche Intelligenz entscheiden. So viel Kurzfilm-Manie mit offenem Abspann - unser Kasperl der Woche
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