Mit ungewöhnlicher Architektur fällt das Internatsgebäude in Kuchl auf. Es wurde für satte 12,5 Millionen Euro erbaut. Nur der Kirchturm überragt in der Tennengauer Gemeinde das Leuchtturmprojekt.
Höher, aber schmaler und 12,5 Millionen Euro teuer: Das neue Internatsgebäude des Holztechnikums Kuchl überragt alle Bauwerke in der Gemeinde. Bis auf den Kirchturm. „Das war die Bedingung von Bürgermeister Thomas Freylinger“, erzählt Geschäftsführer Hans Rechner beim Lokalaugenschein des Neubaus kurz vor Schulbeginn.
Mit dem neuen Internatsgebäude, das an das bestehende und sanierte Schulgebäude anschließt, will das Holztechnikum ein Leuchtturmprojekt für die holzwirtschaftliche Ausbildung im deutschsprachigen Raum sein. Der Neubau von Architekt Simon Schwaiger soll die Schule dem Ziel näherbringen. Er stellte das breitere, aber nur dreistöckige Bestandsgebäude einfach hoch.
Mit Simon Gsenger übernahm ein Absolvent die Bauaufsicht. Er ließ den jetzt sechsstöckigen Neubau durch eine Modulbauweise nach dem Betonieren des Fundaments in vier Wochen zusammensetzen: Die Zimmer wurden als fertige Module mit Bad, Betten, Schränken und Tischen angeliefert.
Vor Ort wurden die bis zu 15 Tonnen schweren Blöcke aufeinandergehoben und verschraubt. Am Wochenende beziehen 182 Schüler ihre Zimmer. „Hier steckt mein Herzblut drin“, sagt Rechner. Er ist sich sicher: „Das ist die Zukunft.“ Einen Namen hat das neue Internat noch nicht. „Plakativ soll er sein“, so Rechners Wunsch. Spätestens wenn wieder Leben im Internat ist, wird der schnell gefunden sein.
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