Seit zwei Jahren ist es mit der Ruhe in einem Ottakringer Gemeindebau vorbei. Wiener Wohnen arbeitet an einer Lösung.
Schlaflose Nächte stehen bei den Mietern eines Gemeindebaus in Ottakring seit mittlerweile zwei Jahren an der Tagesordnung. Schuld daran ist eine einzige Nachbarin, die ein Drogenproblem haben soll.
„Ich wohne genau unterhalb. Es ist immer dasselbe. Zuerst wird es laut, und dann fliegen die Möbel herum. Das geht von Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden“, schildert Otto B. die Streitereien der Frau mit ihrem gewalttätigen Partner, über den (laut B.) bereits ein Betretungsverbot verhängt wurde.
Immer wieder werden Menschen mit Drogenproblemen im Gemeindebau sich selbst überlassen. Was folgt ist meist eine Spirale von Gewalt und Drogenexzessen.
Michael Oberlechner FPÖ-Bezirksparteiobmann aus Ottakring
Bild: zVg
Sturmläuten in der Nacht
Manchmal würde der Mann sie aus der Wohnung aussperren, was noch lauteres Geschrei im Stiegenhaus zur Folge habe. „Bei ihrer Tür ist neben dem Türstock auch schon die Mauer herausgebrochen“, sagt B. Oft würde die Mieterin auch ihren Schlüssel vergessen und mitten in der Nacht bei allen Parteien anläuten. B.: „Ich habe mittlerweile sogar meine Glocke ausgeschaltet.“ Die direkte Nachbarin seit sogar ausgezogen.
Polizei und Wiener Wohnen involviert
Mehrmals pro Woche würden die Mieter die Polizei verständigen. Dieser ist die Situation laut einem Sprecher bekannt: „Es wird vermehrt Polizeipräsenz vor Ort gezeigt.“
Auch Wiener Wohnen weiß seit dem Sommer über die Probleme Bescheid. „Es wird derzeit an einer Lösung gearbeitet“, versichert ein Sprecher. FPÖ-Chef Dominik Nepp fordert, dass die Einhaltung der Hausordnung von Wiener Wohnen stärker kontrolliert wird.
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