Innenstadt-Händler protestieren gegen den Mega-Umbau der Grazer Straßenbahn. Die Kundenfrequenz sinkt, die Unternehmer beklagen einmal mehr gravierende Umsatzeinbußen.
Sie stehen derzeit vor großen Herausforderungen: Die Grazer Innenstadtbetriebe versuchten sich aufgrund der negativen Auswirkungen der Großbaustelle bei einer Protestaktion am Montag an der Ecke Kaiserfeld und Neutorgasse Gehör zu verschaffen. „Es betrifft mich, deshalb bin ich heute auch hier“, sagt Rudi Lackner vom Café Kaiserfeld.
Die Protestaktion der Geschäftsleute wurde von der Wirtschaftskammer durch eine Umfrage unterstützt, an der im August 206 von 910 der Firmen im Stadtzentrum teilgenommen haben. Wie die Ergebnisse zeigen, verzeichnet über die Hälfte der Unternehmen einen Rückgang bei der Kundenfrequenz und gravierende Umsatzeinbußen.
Viertel denkt über neuen Standort nach
Sogar jedes vierte Unternehmen zieht eine Verlegung des Standortes in Betracht. WKO-Regionalstellen-Obmann Bernhard Bauer betonte, dass es um die Existenz der Unternehmen gehe. „Es ist jetzt dringend Zeit zum Handeln, um die Vielfalt der Grazer Innenstadtwirtschaft zu erhalten. Dazu braucht es vor allem Sofortmaßnahmen“, machte WKO-Vizepräsident Andreas Herz auf den Ernst der Lage aufmerksam.
Eine Aufstockung der Geldmittel, vergünstigte Parktarife in den umliegenden Garagen und Planungssicherheit wurden ebenso gefordert wie eine Beschleunigung der Bauarbeiten, um die Verkehrsbehinderungen zu reduzieren.
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