Ihre Stimme klingt freundlich, sie spricht mit einem Schweizer Akzent – und hat dabei schon die nächste Abzocke im Sinn. Eine Unbekannte ruft dieser Tage immer wieder bei Paul Perterer an. Der Pinzgauer verlor 2500 Euro an Internet-Betrüger. Er wandte sich an die Polizei, schilderte der „Krone“ seine Geschichte. „Das haben die Betrüger wohl gelesen“, muss Perterer schmunzeln. Denn: „Sie gaukeln mir vor, dass ich mein Geld zurück bekomme.“ Perterer fordert dann immer eine Bestätigung hierfür per E-Mail – und hat bis heute nichts bekommen.
Zur Erinnerung: Die Online-Abzocker nutzten widerrechtlich das Foto von ORF-Star Armin Wolf und warben damit für angeblich seriöse Investitionen an der Börse („Trading“). Drei Mal drängten sie den Pinzgauer so zu Überweisungen auf ausländische Konten. „Das Geld sehe ich nie wieder, ich war so naiv. Ich kann nur jeden vor so etwas warnen“, sagt der Saalbacher. Derzeit machen ähnliche Abzock-Inserate mit Bildern von berühmten Persönlichkeiten wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen oder US-Milliardär Elon Musk wieder vermehrt im Internet die Runde. „Von mir kriegen diese Betrüger keinen Cent mehr. Auch wenn sie mich noch so oft anrufen und keine Ruhe geben“, ist er sich absolut sicher.
Salzburgerin übergab Betrügern 70.000 Euro
Eine 59-jährige Salzburgerin verlor indes noch weit mehr Geld an Betrüger als Paul Perterer. Die Flachgauerin erhielt am Mittwoch einen Anruf von einem angeblichen Polizisten. Man gaukelte der Frau vor, dass ihre Tochter in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen sei. Sie müsse ins Gefängnis, wenn die 59-Jährige keine Kaution zahlen würde. Die Flachgauerin übergab den Betrügern vor ihrer Wohnung Bargeld und Goldmünzen im Wert von rund 70.000 Euro.
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