Abwehrsysteme zerstört
Verriet dieses Urlaubsfoto Putins Hightech-Waffe?
Am Donnerstag sollen mehrere russische Raketenabwehrsysteme der Typen S300 und S400 auf der von Moskau annektierten Halbinsel Krim laut Angaben aus Kiew zerstört worden sein. Ausgerechnet ein russischer Tourist soll den Ukrainern bei diesem Schlag gegen die Invasoren geholfen haben: Mit einem Strandfoto dürfte er den Standort der Waffen verraten haben.
In Badehose und in lässiger Pose winkt der beleibte russische Tourist in die Kamera. Doch was sich im Hintergrund des Urlaubsschnappschusses vom Vorjahr auf der Krim abspielt, ist - vor allem für die ukrainischen Streitkräfte - viel interessanter. Denn dort ist ein hochmodernes russisches Raketenabwehrsystem zu sehen, dessen Standort der Urlauber mit seinem Posting in sozialen Medien den Ukrainern auf einem Silbertablett servierte.
Ukraine bedankte sich bei Touristen
Bereits im Vorjahr hatte sich das ukrainische Verteidigungsministerium für das Bild und die brisanten Informationen bedankt. Es teilte den Schnappschuss auf X (vormals Twitter) und schrieb in sarkastischer Manier: „Vielleicht gehen wir zu streng mit russischen Touristen um … manchmal können sie wirklich hilfreich sein.“
Sicherheitsdienst SBU machte Abwehrsysteme erst „blind“
Durch die Hilfe des unabsichtlichen Unterstützers soll der Ukraine schließlich diese Woche ein schwerer Schlag gegen die russischen Invasoren geglückt sein. Wie die Online-Zeitung „Ukrajinska Prawda“ berichtete, hätten Drohnen des Sicherheitsdienstes SBU erst die „Augen“ des Systems - Radargeräte und Antennen - außer Gefecht gesetzt. Anschließend hätten zwei Neptun-Marschflugkörpern die nun „blinden“ „Triumf“-Raketenabwehrsysteme S300 und S400 zerstören können. Der Schaden für Russland soll 1,2 Milliarden Dollar (ca. 1,1 Mrd. Euro) betragen.
Moskau hat bislang nicht bestätigt, dass die Raketenabwehrsysteme abgeschossen wurden. Von russischer Seite hieß es lediglich, dass elf Drohnen abgefangen werden konnten.
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