41.100 Katholiken kehrten in den vergangenen zehn Jahren der Kirche den Rücken. Die Erzdiözese möchte die Glaubwürdigkeit stärken und dem Schwund in Zukunft entgegenwirken. Dieser macht sich bereits in den Kirchenkassen bemerkbar.
Die Zahl der Katholiken in Österreich schwindet. Auch in Salzburg verzeichnet die Kirche in den vergangenen zehn Jahren immer mehr Austritte. Zwischen 2012 und 2022 kehrten 41.100 Katholiken der Kirche den Rücken. Das ist fast zweimal die Stadt Hallein (siehe Grafik). Als Grund gibt die Erzdiözese nicht nur den zu obligatorischen Kirchenbeitrag an. Dahinter stehe meist eine Entfremdung vom Glauben und von der Katholischen Kirche, befürchtet Salzburgs Erzbischof Franz Lackner.
Kirchengeher finanzieren die Belange der Erzdiözese
„Letztlich braucht es eine neue Glaubwürdigkeit, bei der Kirche wie bei jedem Einzelnen. Daran gilt es weiterhin zu arbeiten“, betont Lackner. Um den immer leerer werdenden Kirchenbänken entgegenzusteuern, möchte die Erzdiözese Salzburg Papst Franziskus auf seinem Weg zu einer offeneren Weltkirche mit Einbeziehung von Laien begleiten.
Letztlich braucht es eine neue Glaubwürdigkeit, bei der Kirche wie bei jedem Einzelnen. Daran gilt es weiterhin zu arbeiten.
Franz Lackner, Erzbischof von Salzburg
Mit den Austritten sinken auch die Kirchenbeiträge. Ohne das Geld der Gläubigen wäre in der Erzdiözese Vieles nicht möglich. Neben den Gehältern von etwa 900 in der Kirche angestellten Personen finanziert sie damit auch Gebäudesanierungen sowie 16 katholische Privatschulen wie das Gymnasium Borromäum in der Stadt Salzburg, die HLW Elisabethinum in St. Johann oder die Mittelschule Goldenstein in Elsbethen. Für das Jahr 2023 verfügt die Erzdiözese dennoch über 59,45 Millionen Euro.
Erst Anfang September entschied sich die Salzburger Kirchensparte aufgrund sinkender Besucherzahlen für einen weitrechenden Schritt: Die Zusammenlegung der Pfarrverbände im städtischen Zentralraum. Aus den bisher sieben Verbänden mit insgesamt 32 Pfarren wurden mit 1. September sechs.
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