Die Umweltschutzorganisation Greenpeace prangert Arbeiten am Rettenbachgletscher in Sölden an. Der Chef der Bergbahnen kontert, es handle sich um von der Behörde genehmigte Sanierungen. Für die Kritik der Organisation fand er deutliche Worte.
Teilweise Zerstörung des Rettenbachferners durch Bauarbeiten mit Baggern prangerte am Montag die Umweltschutzorganisation Greenpeace an: Es werde unter anderem Eis abgetragen, um die Strecke für den Ski-Weltcup-Auftakt im Herbst zu optimieren. Das sei eine „Katastrophe“. Die Organisation verlangte ein Einschreiten der Landespolitik: ÖVP-Landeshauptmann Anton Mattle müsse die „letzten Gletscher vor der Zerstörung bewahren“.
Genehmigung der Behörde liegt vor
„Es handle sich um normale Sanierungsarbeiten der bestehenden Piste aufgrund des Rückganges des Rettenbachgletschers, die im April begonnen haben und bis September andauern“, konterte Jakob Falkner, Chef der Bergbahnen Sölden. „Dafür gibt es selbstverständlich eine vollumfängliche Genehmigung durch die Behörde“, betonte er.
Die Sanierungsarbeiten würden ausschließlich die bestehende Pistenfläche betreffen, keinesfalls würden bestehende Pisten erweitert. So etwas zu behaupten, sei eine „völlige Blödheit“, griff Falkner die Umweltorganisation scharf an: Sie agiere populistisch und betreibe „böswillig“ einen „Missbrauch der Fakten“.
Naturzerstörerische Maßnahmen, die im Sommer getroffen werden, um im Herbst - also viel zu früh - wieder Skifahren zu können.
Der Alpenverein über die Baggerarbeiten am Gletscher
Alpenverein fordert Aufschrei
Der Alpenverein sprang Greenpeace zur Seite: Es handle sich „um naturzerstörerische Maßnahmen, die im Sommer getroffen werden, um im Herbst – also viel zu früh – wieder Skifahren zu können“. Dagegen brauche es dringend „einen Aufschrei“.
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