In ihrer neuen Biografie enthüllt sie die Geheimnisse ihrer langen Hollywood-Karriere - die guten und die schlechten. So wurde die blutjunge Joan Collins nach ihrer Ankunft in Los Angeles vor den sexuellen Avancen von lüsternen Studiobossen gewarnt. Von keiner geringeren als Marilyn Monroe.
In einem Vorabdruck des Buchs in der „Daily Mail“ beschreibt die spätere „Denver Clan“-Hexe, wie sie mit 20 Jahren in Hollywood angekommen war.
Monroe war „ihnen zu alt“
Die Britin hatte gerade in „The Girl In The Red Velvet Swing“ ihre erste große Hauptrolle bekommen und war allein in einer Bar in Hollywood. Dort sprach sie plötzlich eine „unscheinbaren Blondine“ an: „Sie sagte im traurigen Tonfall ‚Eigentlich sollte ich deine Hauptrolle spielen, doch ich war ihnen zu alt.‘ Plötzlich ist mir klar geworden, dass diese blasse Frau vor mir die berühmte Marilyn Monroe war.“
Warnung vor „Wölfen der Stadt“
Zu Collins‘ Erstaunen war die Film-Legende extrem freundlich zu ihr. Und nach zwei Martinis warnte die Monroe sie vor „den Wölfen in dieser Stadt“ - sprich vor der sexuellen Belästigung durch mächtige Männer in der Filmbranche. Collins winkte ab und enthüllte, dass sie ein solches Benehmen bereits aus Großbritanniens Filmbranche kannte: „Wir alle mussten uns damit abfinden, dass Männer uns am Po getätschelt und uns in den Ausschnitt geschaut haben.“
Marilyn schaute sie nur mitleidig an: „Das ist gar nichts gegen die Studiobosse, Schatz. Wenn sie nicht bekommen, was sie wollen, wird dir dein Vertrag gekündigt. Nimm dich vor allem vor Zanuck in acht!“
„Er drückte mich gegen die Wand“
Collins versprach der Monroe, vorsichtig zu sein. Und traf wenige Tage später ausgerechnet auf Darryl Zanuck, der Produzent von Filmklassikern wie „Der König und ich“. In Collins Worten: „Er sprang mich an und drückte mich gegen die Wand. Sein Atem stank nach Zigarrenrauch und er zischte ‚Du hast noch niemanden gehabt, so wie mich, Honey. Ich bin der größte und der beste und kann die ganze Nacht‘.“
Die völlig geschockte Collins schaffte es, sich loszureißen und rannte zurück ans Set: „Der Legende nach hatte er ein goldenes Replik seiner Männlichkeit auf dem Schreibtisch stehen. Und es stimmte. Ich sah es, als ich bei ihm im Büro war. Iiiehh!“
Jahrzehntelang an der Tagesordnung
Collins schreibt, dass der sexuelle Missbrauch von jungen Starlets in Hollywood jahrzehntelang an der Tagesordnung war. Und sie seit ihrer Teenagerzeit diese schlimmen Erfahrungen selbst machen musste, „mit Produzenten, reichen, erfolgreichen Männern und auch mit männlichen Kollegen“.
Weil sie zu allen immer „Nein“ sagte, wurde sie mit Spitznamen wie „frigide kleine Hexe“ oder als „Dumme Kuh, die bald weg vom Fenster sein wird“ belegt. Sie setzte sich dennoch in der Branche durch und hofft, „dass nach dem Harvey Weinstein Skandal solch ein Verhalten durch mächtige Männer nicht mehr möglich ist“.
Collins Autobiografie mit dem Titel „Behind The Shoulder Pads“ kommt am 28. September auf den Markt.
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