Teuerungen lassen die Konsumenten beim Lebensmitteleinkauf verstärkt zu günstigeren Produkten und Eigenmarken greifen. Das bringt die Herstellermarken immer mehr unter Druck. Denn sie müssen Platz in den Regalen abgeben. Zudem bleiben die Produzenten von Eigenmarken auch oft anonym und sind damit austauschbar.
„Wertige Produkte werden weniger gekauft. Rindfleisch, bio und regional geben gewaltig nach, dafür wächst die Nachfrage nach Preiseinstiegsmarken.“ So beschreibt Unimarkt-Chef Andreas Haider die Veränderungen beim Lebensmitteleinkauf, für die die Teuerungen in allen Bereichen sorgen.
Billigere Produkte und damit auch die Eigenmarken der Handelsketten landen immer öfter im Einkaufswagen der Konsumenten. Was verständlich ist, da viele den Gürtel enger schnallen müssen.
„Produkte mit dem niedrigsten Standard“
Zeitgleich ist diese Entwicklung aber für Hersteller von Markenartikeln fatal: Denn im Preiskampf können sie oftmals nicht mithalten, der Kampf um den Platz im Regal wird härter, zudem sind Produzenten für Eigenmarken austauschbar, weil diese häufig anonym bleiben.
Stefan Lindner, Obmann der Berglandmilch, nimmt kein Blatt vor den Mund: „Hier kommen Produkte mit dem niedrigsten Standard herein - das regt mich auf.“
Josef Braunshofer, Geschäftsführer von Österreichs größter Molkerei, weiß, dass die Entwicklung nicht aufzuhalten ist: „Es wird in der Zukunft weniger Herstellermarken geben. Wir tun alles dafür, damit wir weiterhin dabei sind." Marken wie Schärdinger, Lattella und Co. genießen hohes Vertrauen, darauf baut man.
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