Klaus Grübl erfand einen Bügel, der bei Tinnitus-Betroffenen die Ohrgeräusche und das Stresserleben reduziert. Auf den wachsenden Bedarf reagiert der ForgTin-Erfinder aus Braunau mit dem Ausbau des Vertriebsnetzes.
Nach sechs Wochen stellten 49% der Nutzer eine Verbesserung der Tinnituslautstärke fest, nach zwölf Wochen berichten sogar knapp 60% davon! Diese Zahlen präsentierte ForgTin-Erfinder Klaus Grübl zuletzt. „Bei 41 Prozent konnte außerdem nach einer Behandlung von zwölf Wochen eine allgemeine Stressreduktion beobachtet werden“, sagt der Braunauer, der selbst 19 Jahre mit der Erkrankung lebte.
Druckstimulation wirkt
Aus der Not heraus und doch zufällig schuf er sich Abhilfe gegen die anhaltenden Ohrgeräusche. Letztlich entwickelte er ein Produkt daraus - einen Edelstahlbügel, der hinter dem Ohr angelegt wird und mittels einer Druckstimulation dem Tinnitus den Kampf ansagt.
Sogar schon in TV-Quiz gefragt
Drei Jahre beschäftigt sich Grübl schon intensiv mit seiner Innovation, die er ForgTin taufte. „Wir haben in der Zeit schon viel lernen dürfen, haben uns von einem Nischenprodukt, das keiner kannte, zu einer Marke heraus entwickelt, nach der sogar schon in einem TV-Quiz gefragt wurde“, so Grübl.
Mehr als 1600 Menschen verwenden bereits den Bügel aus dem Innviertel. Die meisten Kunden sind derzeit in Österreich zu Hause. Nach und nach wird das Vertriebsnetz ausgebaut: Parallel zum eigenen Onlineshop gibt’s nun schon Händler, die als Partner agieren.
Weltweit doppelt so viele Betroffene bis 2050
„Die Zahl der Tinnitus-Betroffenen wird sich weltweit bis 2050 verdoppeln“, so Grübl, dessen Produkt im Zuge der Behandlung von einer eigenen App begleitet wird. Neben einem Tinnitus-Tagebuch für den Betroffenen wird dort die Verlaufskurve dargestellt. Zusätzlich finden sich hier Tipps, die weitere positive Veränderungen bewirken können.
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