In der Nacht auf Sonntag wurde ein 34 Jahre alter Mann in Wiener Neustadt auf offener Straße erschossen. Etliche Menschen mussten die Schreckenstat mitansehen. Der Tatverdächtige wurde nach mehrstündiger Flucht am Sonntagvormittag gefasst.
Schauplatz der Bluttat gegen 0.30 Uhr war der Parkplatz eines Kinobetriebs in der Wiener Neustädter Stadionstraße. Bei dem verstorbenen Mann soll es sich um einen türkischen Staatsbürger handeln. Polizeisprecher Stefan Loidl bestätigte gegenüber der „Krone“, dass mehrere Male auf den Mann gefeuert worden war.
Verdächtiger in Ungarn gefasst
Nach der Tat flüchtete ein 42-jähriger Verdächtiger per Auto in Richtung Ungarn, wo er tags darauf von der ungarischen Polizei festgenommen werden konnte. Er befindet sich aktuell in unserem Nachbarland in Haft. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hatte zuvor einen europäischen Haftbefehl erlassen. Wann der Verdächtige nach Österreich überstellt wird, ist derzeit noch nicht klar. Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren.
Etliche Menschen sollen Tat gesehen haben
Etliche Menschen sollen die Tat mitansehen haben müssen. „Die Rettung hat noch lange versucht zu reanimieren, aber das hat nichts mehr genutzt. Es war ein Wahnsinn. Der Parkplatz war voll“, schilderte ein Augenzeuge.
Ernst Geier, Pensionist und Boxsport-Legende aus Wiener Neustadt, kann die Bluttat kaum fassen: „Es ist ein Wahnsinn, was hier passiert ist. Normalerweise ist es doch bei uns recht ruhig, aber die Zeiten ändern sich anscheinend drastisch."
Bürgermeister äußert sich zur Tat
Auch Bürgermeister Klaus Schneeberger gibt sich bestürzt: „So wie alle anderen auch bin ich natürlich erschüttert über die furchtbare Tat heute Nacht. Wenn man bedenkt, dass Hunderte Menschen - vor allem Jugendliche - vor Ort waren, darf man sich gar nicht ausmalen, was alles passieren hätte können. Ich bin erleichtert und froh, dass der Täter bereits gefasst ist und somit das Verfahren gegen ihn unmittelbar beginnen kann. Mein Dank gilt der hervorragenden Arbeit der Exekutive und auch den anscheinend wertvollen Aussagen der Zeugen.“
Ein „Krone“-Leserreporter traf nach der Schreckenstat am Ort des Geschehens ein. Der Bursch wollte eigentlich einen Flohmarkt besuchen, doch sein Vorhaben rückte in den Hintergrund, als er eine riesige Menschenansammlung entdeckte. Rasch stellte er fest, dass die Passanten um eine Leiche herum standen. Wenig später traf auch schon die Polizei ein.
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