Pateien gespalten

Teure Badearena könnte zur kalten Dusche werden

Niederösterreich
28.09.2023 06:08

Der neue Zeitplan für die Errichtung der Kremser Badearena steht wie berichtet bereits. Nicht alle Parteien stehen aber hinter dem finanziellen Mammutprojekt.

Was „Krone“-Leser am Mittwoch in der Früh bereits wussten, wurde im Laufe des Tages dann auch offiziell bekannt gegeben. Der Baustart für die neue Badearena soll kommenden April, die Fertigstellung mit Ende des Jahres 2025 erfolgen. Die Eröffnung der so lang ersehnten Arena ist - wie berichtet - derzeit für den 1. Mai 2026 geplant. Bevor das alles passiert, muss aber Klarheit über die endgültigen Kosten für das Projekt herrschen. „Wir wollen die Entwurfsplanung bis zu Weihnachten abschließen und die Badearena im Jänner dann im Gemeinderat beschließen“, schildert SPÖ-Bürgermeister Reinhard Resch dazu im Gespräch mit der „Krone“.

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Wir wollen die Planungen bis zu Weihnachten abschließen. Erst danach können wir dann genaue Kosten bekannt geben.

Reinhard Resch, SPÖ-Bürgermeister der Stadt Krems

Grüner übt klare Kritik, FPÖ ist für eine Sanierung 
Ganz genau ansehen wird sich die Pläne dann auch der Neos-Mandatar Dominic Heinz. „Aktuell sind noch zu viele Fragen offen“, erklärt er. Auch für ÖVP-Vizebürgermeister Florian Kamleitner brachte die Informationsveranstaltung am Dienstagabend nur wenige Erkenntnisse. Fest stehe lediglich, dass keine fußgänger- und fahrradfreundliche Anbindung an die Innenstadt errichtet werden wird – was Kamleitner bedauert. „Eine weitere vertane Chance, Krems näher an die Donau zu bringen“, meint er.

Harsche Kritik am Projekt gibt es indes von der FPÖ und Grünen-Mandatar Markus Schwarz. Letzterem ist das Projekt nämlich schlicht zu teuer. „Ich bin dafür, dass wir die Badearena genau um den Preis bauen, der bereits beschlossen ist. Und das sind 24 Millionen Euro“, erklärt Schwarz. Die finanzielle Diskrepanz zu den aktuell kolportierten Kosten von 38 Millionen Euro solle indes in Klimaschutzmaßnahmen wie Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden investiert werden.

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Wir wissen nach wie vor nicht, wie hoch die Kosten für Errichtung bzw. den laufenden Betrieb sind. Und die Kremser wissen nicht, wie hoch der Eintritt sein wird.

Florian Kamleitner, Vizebürgermeister der Stadt (ÖVP)

Ungewohnt einig ist er sich da mit FPÖ-Stadtrat Martin Zöhrer. Dieser spricht von einem „teuren Luxusbad“ und fordert „in solch wirtschaftlich so unsicheren Zeiten“ statt dem Neubau eine Sanierung und Attraktivierung des bestehenden Hallenbades noch einmal zu prüfen. Zuspruch kommt indes von Wolfgang Mahrer, Chef der Kremser Linken Stadtbewegung (KLS). Er meint: „Es ist erfreulich, wenn das Projekt Hallenbad Neu trotz hoher Inflation und Krisen umgesetzt wird“.

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