Drohnenangriffe
Mehrere Tote nach russischem Beschuss von Cherson
Bei russischen Angriffen sind im südukrainischen Gebiet Cherson offiziellen Angaben zufolge mindestens drei Menschen getötet worden. Weitere fünf Bewohner wurden durch den heftigen Beschuss verletzt. Russlands Armee hat die Region in den letzte 24 Stunden insgesamt 96 Mal attackiert.
Alleine auf die von Kiew kontrollierte gleichnamige Gebietshauptstadt Cherson seien dabei 45 Granaten abgefeuert worden, so Militärgouverneur Olexander Prokudin.
Seit Tagen schwerer Beschuss
Auch Freitagfrüh wurden laut ukrainischen Behördenangaben in der Stadt Cherson zwei Menschen schwer verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Schon in den vergangenen Tagen hatte es immer wieder heftigen Beschuss und zivile Opfer gegeben (siehe Video oben).
Süden von russischen Truppen besetzt
Russland führt seit mehr als 19 Monaten einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine. Cherson gehört dabei zu den Regionen, die besonders schwer von den Kampfhandlungen betroffen sind. Zwar gelang es der ukrainischen Armee Ende vergangenen Jahres, einen Teil des Gebiets zu befreien - darunter auch die Gebietshauptstadt. Der Süden jedoch ist weiter von russischen Truppen besetzt. Zudem hat Moskau die Region völkerrechtswidrig annektiert.
Die russische Flugabwehr hat in der Nacht auf Freitag nach offiziellen Angaben Drohnen abgefangen. Insgesamt seien elf ukrainische Drohnen zerstört worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. In der Region Kursk nahe der Grenze zur Ukraine seien zehn Drohnen abgeschossen worden, in der Region Kaluga rund 200 Kilometer südwestlich von Moskau eine weitere.
Vermehrt Angriffe aufs Hinterland
Inzwischen mehren sich aber auch Angriffe auf russisches Hinterland. Mehrfach schon haben Drohnen auch Objekte in Moskau selbst beschädigt, auch wenn der Umfang der Schäden und Opfer, die ukrainische Drohnenangriffe in Russland fordern nicht mit dem Ausmaß der russischen Attacken zu vergleichen ist.
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