Gemeindewohnung in Jedlesee ist Sanierungsfall: Der Neumieter zahlt unverschämt hohen Preis dafür!
Die Siedlung Jedlesee ist als Dauerbaustelle verschrien. Jetzt ist der Wohn-Horror um ein Kapitel reicher. Diesmal trifft es den 27-jährigen Martin M., der vor kurzem seine erste eigene Bleibe in der Maxwellgasse bezogen hat.
Mir war schon bewusst, dass ich in keine neue Wohnung ziehe, aber was ich bisher erlebt habe, ließ meinen Traum von den eigenen vier Wänden rasch zum Albtraum werden.
Mieter Martin M.
„Mir war schon bewusst, dass ich in keine neue Wohnung ziehe, aber was ich bisher im Zuge der sogenannten Bewohnbar-Sanierung durch Wiener Wohnen erlebt habe, ließ meinen Traum von den eigenen vier Wänden rasch zum Albtraum werden“, erzählt der junge Mann.
Abgesehen von Löchern in nicht verputzten Wänden nach Kabelverlegungen hat man in einem Zimmer die Fernwärme-Zuleitung zum Heizkörper nicht ordnungsgemäß verbaut, sodass die Leitung frei an Wand und Decke liegt. „Hier dürften keine Fachkräfte, sondern bestenfalls schlechte Pfuscher am Werk gewesen sein“, mutmaßt Floridsdorfer Alt-Bezirksrat Hans-Jörg Schimanek bei einem Lokalaugenschein. Auch der über 70 Jahre alte stellenweise abgemorschte Holzboden wird nicht erneuert.
Die Miete für die 64 Quadratmeter große Gemeindewohnung ist dagegen beachtlich, mit Betriebskosten zahlt M. 825 Euro. Schimanek und Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp fordern Wiener Wohnen zum raschen Beheben der Missstände auf. Eine „Krone“-Anfrage an die Hausverwaltung blieb bislang unbeantwortet.
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