Es ist ein bekanntes Problem, jetzt aber eskaliert es völlig: Der Verkehr in Golling nimmt Überhand! Staut es auf der Autobahn, staut es wenig später im Ort und nichts geht mehr. Anrainer und Gewerbetreibende sind ratlos.
Gerhard Reiter hat schon viel gesehen. Aber das, was sich vor seiner Tür gerade abspielt, das lässt ihn ratlos zurück. Reiter (78) ist Seniorchef im Hauslwirt in Golling. Der Gasthof profitierte lange Zeit von der zentralen Lage, vom Tourismus und vom Verkehr. Aber jetzt wird gerade dieser zur Existenzbedrohung.
50 Prozent weniger Umsatz
„Wir gehen unter im Verkehr! Wir überlegen ernsthaft, ob wir zusperren“, sagt der Alt-Hauslwirt. Mehr als 600 Jahre gibt es den Gasthof mitten im Markt schon. Seit Beginn der Tunnelsanierungsarbeiten auf der A10 sei der Umsatz um rund 50 Prozent eingebrochen. Der Ausweichverkehr von der A10 legt den Markt lahm. Das vergangene Wochenende sei das schlimmste seit Baubeginn gewesen.
Sogar der Bürgermeister spricht von einer Katastrophe
„Vor dem Haus bleiben die Parkplätze leer. Das ist im ganzen Markt so“, sagt Reiter. Der Transitverkehr staute sich unaufhörlich durch den Ort und in Richtung Süden. Bei Reiters Nachbarn, dem für Mehlspeisen über die Gollinger Grenzen bekannten Cafe Maier, ist es ähnlich.
Selbst Bürgermeister Peter Harlander (ÖVP) nennt den Verkehr der vergangenen Tage „die reinste Katastrophe“. Es staute auf praktisch jeder Straße. Harlander wünscht sich dagegen etwa Abfahrtssperren und strenge Kontrollen zurück. Seit einem offenen Brief der Tennengauer Bürgermeister vor zwei Wochen sei rein gar nichts passiert. Im Gegenteil: Es wurde zeitweise sogar schlimmer.
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