Zu viel grau und zu wenig Parkplätze: Die Neugestaltung im Herzen von Bad Vöslau verunsichert Bürger und Unternehmer. Doch es entstehe ein Vorzeigeprojekt, versichert man im Rathaus.
„Der Bad Vöslauer Schlossplatz darf nicht zum St. Pöltner Domplatz werden“, macht sich eine Bewohnerin der Stadt im Bezirk Baden große Sorgen. Denn der im Frühjahr gestartete Umbau lässt bei ihr die Alarmglocken schrillen: „Der Platz wird zur Betonwüste“, zieht sie beim Blick auf den aktuellen Stand der Arbeiten einen Vergleich mit dem umstrittensten Platz in der Landeshauptstadt.
Bäume, Grüninseln, Wasserspiel
Doch der fertiggestellte Schlossplatz soll dann alles andere als grau bleiben, verspricht Bürgermeister Christian Flammer: „Wir schaffen hier einen ,grünen’ Platz!“ Vier Meter hohe Bäume werden demnächst angeliefert und zieren dann mehrere Grüninseln, die durch Schwammstadt-Körper unter dem Platz mit Wasser versorgt werden. Zudem speichert die Pflasterung selbst Wasser und soll damit zur Kühlung beitragen. Auch ein Wasserspiel wird geschaffen. „Man darf auch nicht vergessen, dass der Platz zuvor komplett asphaltiert war“, betont der Bürgermeister.
Die Aufenthaltsqualität am neuen Schlossplatz wird deutlich besser werden. Aber das Problem mit den Dauerparkplätzen muss behoben werden.
Andreas Freisinger, VÖWI-Obmann
Parkuhr wird nachgestellt
Weil der Platz zuvor aber auch ein reiner Parkplatz war, fällt der Großteil der 24 Stellflächen dem Umbau zum Opfer. Für die Unternehmer im Zentrum der Stadt könnte das zum Problem werden. „Wir haben zwar auf dem Papier genügend gebührenfreie Kurzparkplätze für Kunden, allerdings werden diese häufig von Bewohnern und Geschäftsleuten beansprucht, die die Parkuhr nachstellen“, weiß Andreas Freisinger, Obmann des Vereins Vöslauer Wirtschaft (VÖWI). Er betont daher: „Wir brauchen dringend mehr Dauerparkplätze.“
Flammer betont indes, dass durch die Öffnung der Parkplätze der Billa-Filiale und in der Kernstock-Gasse zusätzliche Stellplätze geschaffen wurden. Sobald aber auch weitere Teile des Zentrums neugestaltet werden, brauche es eine Lösung. Dazu zählt auch ein Parkdeck, das derzeit laut Flammer noch evaluiert werde.
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