Gollings Bürgermeister Peter Harlander (ÖVP) geht in die Offensive. Er hat einen offenen Brief verfasst und schickte ihn an die Verkehrsminsterin, Salzburgs Verkehrslandesrat und Straßenbetreiber Asfinag. Der Ortschef fordert endlich wirksame Maßnahmen gegen das Stauchaos rund um die Tauernautobahn - er hat kronkrete Ideen parat. . .
Unerträglich.“ Oder auch: „Eine Herausforderung, die nicht länger hingenommen werden kann.“ Gollings Bürgermeister Peter Harlander (ÖVP) wählt durchaus drastische Worte. Ihm reicht es!
Der Ortschef hat einen offenen Brief mit dem Titel „Wir können (wollen) nicht mehr“ verfasst – adressiert an Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), Landesrat Stefan Schnöll (ÖVP) und Straßenbetreiber Asfinag. Harlander fordert endlich Maßnahmen gegen den beinahe täglichen Stau-Wahnsinn in seiner Tennengauer Gemeinde. „Die gegenwärtige Verkehrsbelastung, verursacht durch die Tunnelbaustelle und den daraus resultierenden Ausweichverkehr hat einen kritischen Punkt erreicht“, heißt es in dem Schreiben. Und: „Es ist für die Bürgerinnen und Bürger von Golling nahezu unmöglich geworden, ihre alltäglichen Geschäfte zu erledigen.“
Die örtliche Wirtschaft müsse bereits erhebliche Einbußen hinnehmen. Einsatzorganisationen können laut dem Bürgermeister mittlerweile „ihre Aufgaben nicht mehr angemessen erfüllen“. Schlimmer noch: „Die ärztliche Versorgung ist in Gefahr, da der Zugang zu medizinischen Einrichtungen durch den Verkehrsstau erheblich beeinträchtigt wird.“
Abfahrtssperren und Fahr-Verbote gefordert
Harlander klagt in seinem Brief nicht nur sein Leid. Er zählt auch mehrere Maßnahmen gegen den Stau-Wahnsinn auf. Diese gelte es, rasch umzusetzen. Der Ortschef plädiert für kontrollierte Abfahrtssperren von der Tauernautobahn (A10) sowie strenge Kontrollen von Lkw und Urlauberautos: „Es ist von entscheidender Bedeutung, den Transit- und Reiseverkehr von der Bundesstraße zu leiten.“ Zudem brauche es eine bessere Regelung der Autobahnkreuzung Zerlauth und eine Verlegung der Ampel für die Blockabfertigung auf der A10.
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