Stauchaos auf A10

Salzburger marschieren bei Gewessler auf

Salzburg
03.10.2023 16:29

Genug ist genug! Im Baustellen-Dilemma auf der A10 steigt jetzt der Druck auf Verkehrsministerin Leonore Gewessler. Sie bekommt in Kürze Besuch aus Salzburg - es dürfte hitzig werden. . . 

„Jeder ist nur noch grantig bei uns im Ort.“ Unternehmerin Maria Meisl spricht aus, was sich viele Gollinger denken. Die Tennengauer Gemeinde ist vom derzeitigen Stau-Wahnsinn rund um die Tauernautobahn (A10) besonders hart getroffen. Wegen der monatelangen Sanierungen mehrerer Tunnel auf der A10 zwischen Golling und Werfen kommt es beinahe täglich zu massiven Verkehrsbehinderungen. Nicht nur auf der Autobahn - auch auf den Ausweichrouten über den Bundesstraßen staut es speziell an den Wochenenden gewaltig.

Unternehmerin Maria Meisl (Bild: Tschepp Markus)
Unternehmerin Maria Meisl

Der Gollinger Ortschef Peter Harlander (ÖVP) wandte sich – die „Krone“ berichtete – mittlerweile mit einem offenen Brief an Straßenbetreiber Asfinag, das Verkehrsministerium und Landesrat Stefan Schnöll. Er fordert endlich konkrete Maßnahmen gegen das Stau-Dilemma.

Die Asfinag reagiert zurückhaltend auf den Protestbrief. Gegenüber der „Krone“ lässt man nur wissen: Man sei gesprächsbereit und für konstruktive Vorschläge dankbar.

Landesrat fordert endlich „ein Machtwort“
Landesrat Schnöll wird da weit deutlicher: „Ich habe volles Verständnis, aber den Brief hätte es gar nicht gebraucht. Die Asfinag will offenbar nichts ändern, jetzt braucht es ein Machtwort aus Wien.“ Konkret: „Verkehrsminsterin Leonore Gewessler muss die Herren der Asfinag zur Vernunft bringen.“ Schnöll organisiert derzeit ein Treffen mit der Ministerin, will mit den Ortschefs der staugeplagten Gemeinden und Vertretern von Wirtschaft und Tourismus in der Bundeshauptstadt Druck machen.

„Die Asfinag hat in ihren Berechnungen den touristischen Verkehr unterschätzt. Hier muss man jetzt endlich gegensteuern“, fordert Schnöll. Und: „Wir helfen mit, wo es nur geht. Aber die jetzige Problematik kann das Land nicht lösen. Die Asfinag muss die Zeitpläne für die Sanierungen endlich anpassen.“ Dafür habe die Verkehrsministerin persönlich prompt zu sorgen. . .

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