Raketen präsentiert
Islamischer Dschihad hält in Gaza Militärparade ab
Mitglieder des Palästinensischen Islamischen Dschihads (PIJ) haben am Mittwoch, am 36. Jahrestag der Gründung der Bewegung, eine Militärparade in Gaza City abgehalten. Tausende militante Kämpfer zogen bewaffnet durch die Stadt und präsentierten auf Lkws Drohnen und Raketen.
Ein Vertreter des Islamischen Dschihads teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass rund 4500 Mitglieder der Al-Quds-Brigaden, dem bewaffneten Flügel der militanten palästinensischen Gruppe, an der Parade teilgenommen hätten. „Die neuen Buraq-Raketen haben eine Reichweite von 85 Kilometern und die verbesserten Badr-3-Raketen haben einen Sprengkopf mit einem Gewicht von 400 Kilo“, sagte ein Sprecher.
„Eine der ausgestellten Raketen stammt aus lokaler Produktion und wurde noch nicht gegen den Feind (Israel) eingesetzt“, fügte der Sprecher hinzu, ohne näher darauf einzugehen. Mit den gezeigten Drohnen könnten Ziele „tief“ innerhalb Israels angegriffen werden, erklärte er.
Die Al-Quds-Brigaden sind der militärische Flügel der im Oktober 1987 gegründeten Bewegung des Islamischen Dschihad, die nach der Hamas die zweitgrößte Gruppe im Gazastreifen ist. Während Letztere zu einer Massenbewegung mit einem politischen Flügel wurde, blieb der militante Islamische Dschihad eine vergleichsweise kleine, aber extremere revolutionäre Kadertruppe.
Immer wieder blutige Auseinandersetzungen
Die Kräfte des Islamischen Dschihads im blockierten Gazastreifen waren in den vergangenen Jahren an mehreren blutigen Auseinandersetzungen mit Israel beteiligt, zuletzt im Mai, als bei tagelangen Kämpfen 34 Palästinenser - darunter sechs Kommandeure der militanten Gruppe - und ein Israeli getötet wurden.
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