Nach E-Autos
EU nimmt auch Chinas Stahlindustrie unter die Lupe
Nach den Elektroautos nimmt die EU-Kommission offenbar nun auch Subventionen für chinesische Stahlunternehmen genauer unter die Lupe. Auch hier sei eine Untersuchung wegen möglicher Marktverzerrungen geplant, heißt es in einem Zeitungsbericht.
Wie die „Financial Times“ unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertrauter Personen berichtet, unterstützt die EU die Bemühungen der US-Regierung, die eigene Industrie gegen Billiganbieter zu schützen. Dem Vernehmen soll die offizielle Verkündung der EU-Untersuchung bei einem Gipfeltreffen mit den USA in diesem Monat angekündigt werden.
Für den 20. Oktober hat US-Präsident Joe Biden EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, zu Gesprächen eingeladen. Vom chinesischen Handelsministerium gibt es bisher keine Stellungnahme zu dem Bericht.
Von der Leyen: „Sorgfältige und faktenbasierte Untersuchung“
Derzeit läuft, wie bereits berichtet, bereits eine Antisubventionsuntersuchung gegen E-Fahrzeuge aus chinesischer Produktion. Konkret geht es um den Verdacht, dass chinesische Staatshilfen für E-Autobauer aus dem Land sich negativ auf europäische Produzenten auswirken. Sollte die Untersuchung diesen Verdacht erhärten, könnte die EU-Kommission Maßnahmen ergreifen, um faire Wettbewerbsbedingungen herzustellen. „Die Antisubventionsuntersuchung wird sorgfältig, fair und faktenbasiert sein“, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in der Vorwoche. Sie hatte die Untersuchung bereits in ihrer Rede zur Lage der Union Mitte September angekündigt
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