Mit Zelda Weber gibt es in Österreich seit einiger Zeit wieder eine Künstlerin, die Grandezza und Schönheit des Soul aufrechterhält. Mit neuen Liedern und Songs ihres Debüts „Crude“ spielt die 21-Jährige nun in der Wiener Sargfabrik.
Wenn man Zelda Webers Worten lauscht, dann kann man sich gar nicht vorstellen, dass ihre musikalische Sozialisation im beschaulichen Burgau nahe dem steirischen Fürstenfeld stattfand, wo sie aufwuchs. Die Eltern, Mutter aus Köln, Vater aus Wien, sind auch Künstler und fanden das gewünschte Atelier mehr oder weniger in der steirischen Mitte. Weber fand früh die Liebe zur Musik und begann zu singen. Die Zeit in der ostösterreichischen Diaspora war nicht immer wunderbar, davon singt sie das eine oder andere Mal auf ihrem 2023 erschienenen Debütalbum „Crude“.
Es wäre es immer so gewesen
Nach der Matura zog sie in ein WG-Zimmer nach Wien, wurde in der Bundeshauptstadt sesshaft und begann akribischer an Songs zu arbeiten. Wer Zelda Weber schon einmal live gesehen hat, weiß, dass sie sich dem Soul ergeben hat. Auch wenn sie privat gerne Punk hört und das Jazz-Revival vielleicht für einen noch schnelleren Popularitätsschub sorgen würde, die Tracks sprudeln auch ohne direkte Vorbilder und Fremdeinwirkung einfach so aus ihr raus, als wäre es nie anders gewesen.
Retro macht sich gut, das sie hat sie u.a. schon auf der Bühne des Radiokulturhauses, am Donauinselfest, im Wiener Stadtsaal oder auf der Burg Clam bewiesen. Ihre zwischen unschuldiger Juvenilität und erprobter Reife mäandernden Kompositionen erzählen von den Unsicherheiten im Inneren und der Sehnsucht nach Freiheit und Ferne. Das von Bob Gutdeutsch und Patrick Pulsinger produzierte Debütalbum gibt eine erste Richtung vor, in die Weber künftig gehen wird.
Live in der Sargfabrik
Morgen Abend, am 1. Februar, spielt Zelda Weber mit ihrer Band, den Rosettes, in der Sargfabrik ihr erstes Wien-Konzert in diesem Jahr. Da seit dem Debüt auch schon fast wieder ein Jahr ins Land gezogen ist, darf man wohl auch auf die eine oder andere neue Nummer gespannt sein. Unter www.sargfabrik.at gibt es noch Karten und alle weiteren Informationen zum Konzert.
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