Das geplante Wohnprojekt im Wiener Stadtteil Kaiserebersdorf sorgt weiter für Kritik. 4400 neue Wohnungen sollen dort entstehen. Per Petition wurden über 2000 Unterschriften dagegen gesammelt.
Kaiserebersdorf liegt am südöstlichen Stadtrand im 11. Bezirk. Hier soll in den kommenden Jahren - zum Großteil auf grünen Wiesen - ein neues Wohngrätzl entstehen. Laut ersten Berichten sind 4400 Wohnungen auf vier verschiedenen Baugründen geplant. Informationsgespräche mit Bezirksbewohnern gab es bereits. Und es hagelt heftige Kritik.
Grüne und FPÖ mit eigenen Petitionen
Die Grünen wie auch die FPÖ haben jeweils Widerstand angekündigt und Petitionen gegen das Projekt gestartet. Die Grünen stehen bei knapp 320 Unterschriften. Deutlich weiter sind die Blauen im Bezirk. Diese Woche haben Alt-Bezirksvorsteher Paul Stadler und Landtagsabgeordneter Wolfgang Kieslich und Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Katharina Krammer (alle FPÖ) über 2000 Unterschriften gegen das Projekt abgegeben.
„Anschlag auf Grünraum“
Stadler betont, die FPÖ sage „nicht, es soll nichts verbaut werden. Gerade entlang der Simmeringer Hauptstraße gibt es noch reichlich bereits versiegelte, aber nicht effizient genutzte Flächen. Die Petition ist die letzte Möglichkeit, den Anschlag der Stadt Wien auf den wichtigen Grünraum, der den Anrainern als Erholungsgebiet dient und den Wildtieren Unterschlupf gibt, zu verhindern.“
Erstaunlich ähnlich fällt die Argumentation der Grünen in Simmering aus. Deren Klubobfrau Sofia Palzer-Khomenko betont, „für die Menschen in Simmering sind die Grünflächen in Kaiserebersdorf als Naherholungsgebiet extrem wichtig. Bevor Flächen versiegelt werden, müssen alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden.“
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