Ein neues Frauenhaus ist im Mühlviertel geplant. 18 Wohnplätze stehen dort bereit. Die Einrichtung soll 2026 bezugsfertig sein, ist an den öffentlichen Verkehr sowie an Schulen und Kindergartenplätze angebunden.
Mit diesem Frauenhaus im Mühlviertel wollten wir ein Zeichen setzen, denn die Gewalt kommt auch am Land vor.“ Frauenreferentin LH-Vize Christine Haberlander (ÖVP) hat einen Standort ausgesucht, wo im vergangenen Jahr die Fälle von Annäherungs- und Betretungsverboten um 18 Prozent gestiegen sind. Die Gemeinde bleibt unbekannt – zum Schutz der Frauen und deren Kinder.
Es ist kein Problem des Zentralraums. Gewalt an Frauen passiert überall.
Christine Haberlander, Frauenlandesrätin OÖ.
Sieben Übergangswohnungen für Frauen vorhanden
Nur so viel: Sie ist groß genug, um die Anonymität zu wahren. Das Haus ist an den öffentlichen Verkehr, Schulen und Kindergartenplätze angebunden. „Ich habe das schon vor vielen Jahren gefordert, jetzt wird es umgesetzt“, ist auch Sabine Schatz, Obfrau vom Verein Frauenhaus Mühlviertel, glücklich. Bisher gibt es in Oberösterreich sechs derartige Einrichtungen, in denen 47 Frauen und 80 Kinder Unterschlupf finden können. Zusätzlich stellt das Land vier Nachbetreuungswohnungen und sieben Übergangswohnungen bereit.
Wir wollen Frauen nicht aus ihrer gewohnten Umgebung reißen. Und am Land, im Mühlviertel, brauchen wir eine Einrichtung.
Sabine Schatz, Obfrau vom Verein Frauenhaus Mühlviertel.
Bild: HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Das Frauenhaus in Linz ist mit über 95% schon dauerhaft ausgelastet. „Aber es ist kein Problem des Zentralraums. Gewalt an Frauen passiert überall und hat sich durch die Krisen der letzten Jahre leider extrem verstärkt. Wir gehen davon aus, dass das Haus im Mühlviertel 2026 bezugsfertig ist“, so Haberlander. Mit der Frauennotrufnummer 0800 222 555, die kostenlos, anonym und 365 Tage im Jahr besetzt ist, gibt es hierzulande schon ein gutes Netzwerk an Präventions- und Hilfsangeboten.
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