Spendenaktion
NY: Weltstars spielten für Opfer des Hurrikans
Mit einem einstündigen TV-Benefizkonzert haben Stars wie Jon Bon Jovi, Christina Aguilera, Billy Joel, Sting und Bruce Springsteen Spenden für die Opfer des Wirbelsturms "Sandy" gesammelt.
"Ich bin in Staten Island geboren, das ist vom Sturm sehr hart getroffen worden", sagte Sängerin Christina Aguilera zum Auftakt der live vom TV-Sender NBC übertragenen Show am Freitagabend in New York. "Aber wir werden die Opfer nicht vergessen. Wir werden machen, was wir können." Dann spielte die in einen lilafarbenen Blazer gekleidete Sängerin ihren Hit "Beautiful".
Stars verbreiteten Optimismus
Auch die Komödiantin Tina Fey, die Sängerin Mary J Blige, der Schauspieler Danny DeVito, der Talkmaster Jon Stewart, die Schauspielerin Whoopi Goldberg, der Sänger Steven Tyler und seine Band "Aerosmith" traten auf und baten um Spenden. Die meisten der teilnehmenden Stars stammen ursprünglich aus den betroffenen Gebieten in New York und New Jersey.
"Diese Katastrophe betrifft jeden Menschen auf der Welt", sagte DeVito. Aber die Stars verbreiteten auch Optimismus. "Diese Gegend wird sich wieder aufrappeln", war sich Stewart sicher. "Es geht nicht um die Häuser oder die Stege, es geht um die Menschen. Und da sind hier einige der besten, die ich je kennengelernt habe." Die betroffenen Regionen würden es schaffen, war sich auch Goldberg sicher. "Wir müssen nur zusammenhalten."
Eigener Song über Sturm "Sandy"
Sting sang seinen Hit "Message in a Bottle", Bon Jovi spielte "Living on A Prayer". Joel hatte eigens ein Lied über den Sturm "Sandy" geschrieben. Zwischen den Auftritten vor einem sehr kleinen Publikum wurden immer wieder kurze Filme über die betroffenen Regionen gezeigt.
Die kurzfristig auf die Beine gestellte Show wurde ohne Werbung ausgestrahlt und stattdessen von Unternehmen gesponsert. Alle Spenden gingen an das amerikanische Rote Kreuz. Wie viel Geld zusammenkam, ist noch nicht bekannt. Die Telefone, an denen Spenden abgegeben werden konnten, hätten während der Show aber am laufenden Band geklingelt, betonten die Moderatoren.
Traditionsmarathon abgesagt
Unterdessen wurde der traditionsreiche Marathon von New York nun doch abgesagt (siehe Inofbox). Zuvor war Kritik an Bürgermeister Michael Bloomberg laut geworden. Dieser hatte eigentlich an seinen Plänen festhalten wollen, den Lauf am Sonntag trotz der Sturmschäden durchzuführen.
Er hatte unter anderem auf die wirtschaftliche Bedeutung verwiesen und erklärt, durch den Marathon würden nach Schätzungen der Veranstalter rund 340 Millionen Dollar in der Stadt bleiben. Zu dem Lauf waren 40.000 Läufer erwartet worden.
Bürger hatten jedoch die Pläne kritisiert und befürchtet, dass Helfer für den Marathon abgezogen werden könnten, die dann bei der Bekämpfung der Folgen des Wirbelsturmes fehlen würden.
"Sandy" forderte an die 200 Todesopfer
"Sandy" war am Montag auf einer Länge von mehreren hundert Kilometern auf die Ostküste der USA getroffen. Überschwemmungen, Stromausfälle und zerstörte Häuser waren die Folge. Mehr als 100 Menschen kamen ums Leben. Die wirtschaftlichen Folgen werden auf 50 Milliarden Dollar geschätzt.
Bevor "Sandy" in den USA wütete, hatte der Sturm auch in der Karibik große Schäden angerichtet und in Haiti 67 Menschen in den Tod gerissen. Auf Kuba starben mindestens elf Menschen, in der Dominikanischen Republik zwei Personen. Insgesamt vier Tote gab es auf Jamaika, den Bahamas und in Puerto Rico.
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