Im Hollywood des „MeToo“-Zeitalter gehören „Intimitäts-Koordinatoren“ zur festen Besetzung an Sets, auf denen die Darsteller ihre Hüllen fallen lassen müssen. Joan Collins verriet jetzt, welches Hilfsmittel sie früher benutzt hat, um ihre Scham vor Sexszenen zu überwinden: viel Alkohol.
Die britische Schauspielerin blickt im Interview mit der „Daily Mail“ auf ihre allererste Liebesszene in einem italienischen Film zurück – „den Gott sei Dank niemand gesehen hat“. Bevor es vor der Kamera zur Sache ging, sei der Regisseur in ihre Garderobe gekommen: „Er hat mir eine Flasche Rum in die Hand gedrückt und sagte, prost, und komm dann in einer Stunde zum Set!“
„Sowas von betrunken“
Auch bevor sie 1978 am Set von „The Stud“ eine Orgien-Szene mit ihren Co-Stars Oliver Tobias, Sue Lloyd und Mark Burns drehen musste, „habe ich mich vorher richtig abgeschossen – ich war sowas von betrunken!“
Will keine Sexszenen mehr drehen
Die 91-Jährige ist froh, dass sie in der heutigen Zeit keine Sexszenen mehr drehen muss: „Im Vergleich zu früher sind die Sexszenen heute so explizit geworden. Vielleicht schaffen es einige Schauspieler, solch extreme Leidenschaft hinüberzubringen. Es ist hart, wenn du es nicht fühlst. Ich könnte das nicht!“
Nicht, dass Dame Joan in den letzten Jahren ein Rollenangebot bekommen hat, für das sie noch einmal hätte blankziehen müssen. Sie witzelte: „Unsere Zivilisation würde enden, wenn ich das vor der Kamera täte.“ Dabei war sie es, die vor über einem halben Jahrhundert für einen Skandal gesorgt hatte, als sie mit 49 Jahren für den Playboy posierte. Das galt damals als unerhört und für eine Frau ihres Alters als unziemlich. Collins ist froh, dass weibliche Sex-Symbole heute „ein längeres Haltbarkeitsdatum haben“, als früher: „Schau dir nur mal Jennifer Lopez mit 54 an oder Demi Moore, die mit 61 noch unfassbar gut aussieht. Wir sind weit gekommen!“
Früher Frauen mit 27 „abgehalftert“
Sie erinnert sich noch gut an ihren ersten Vertrag mit dem Filmstudio 20th Century Fox: „Der hat geendet, als ich 27 wurde. Das war der Punkt, an dem Frauen damals als abgehalftert galten. Deshalb habe ich mich auch zurückgezogen, hatte Babys und habe meinen Job eigentlich abgeschrieben.“ Nur dass alles anders kam und sie nur zwei Jahre später noch einmal richtig durchstartete.
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