Nach Hochwasser

Camper wollen finanzielle Entschädigung vom Land

Burgenland
26.06.2024 06:00

Nach dem Hochwasser gibt es Ärger im Badeparadies Burg. Für ihre „Luxusgüter“ steht Gästen keine Entschädigung aus dem Katastrophenfonds zu. Das Land lenkt jetzt ein.

Es waren dramatische Szenen, die sich in der Nacht auf 9. Juni am Badesee Burg abspielten. Wie berichtet, musste die Feuerwehr mit Booten viele Camper vor den Wassermassen in Sicherheit bringen. Das Ausmaß der Katastrophe ist noch deutlich sichtbar: Statt Badevergnügen herrscht Baustellenstimmung.

Während auf der einen Seite des Sees etliche Ferienhäuser weiter unbewohnbar sind, ist der Ärger bei den Campern am anderen Ufer über fehlende Finanzhilfe groß. Der zugesicherte Katastrophenfonds des Landes gilt nämlich nicht für Schäden an rollenden Feriendomizilen.

Campingwägen und Pkws sind Totalschäden
Unverständlich ist das für Arnold Gollmann aus Wagna in der Steiermark, der mit seiner Familie jede freie Minute im Wohnwagen in Burg verbringt. „Alleine bei meinem Schwager und mir entstand durch das Hochwasser ein Sachschaden in beträchtlicher Höhe, da nicht nur unsere Wohnwagen samt Vorzelt, sondern auch unsere Pkw als Totalschäden anzusehen sind.“ Dass es keine finanzielle Hilfe gibt, versteht er nicht.

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Es geht hier schon ein wenig um Gerechtigkeit und darum, dass allen Betroffenen das Gleiche zusteht.

Camper Arnold Gollmann

Land kündigt Gespräche mit Betroffenen und Gemeinde an
Seitens des Landes sei man bemüht, in diesen Sonderfällen eine gute Lösung zu finden, da es sich um ein Großschadensereignis gehandelt habe. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil kündigte auch Gespräche mit der Gemeinde und den betroffenen Campern an. 

Wie geht es mit dem Campingplatz weiter

Ungewiss ist aber weiterhin, wie es überhaupt im Badeparadies Burg weitergeht. Die Kantine wolle man nach abgeschlossener Renovierung öffnen, den Badesee ebenfalls. „Dazu müssen wir aber erst auf die Auswertung der Wasserproben warten“, rechnet Bürgermeister Gerhard Klepits mit der Wiederaufnahme des Betriebs im Juli.

Illegale Vorbauten bei Wohnwägen als Streitthema
In Sachen Hochwasserschutz habe es, so der Ortschef, erste Gespräche mit dem Land gegeben. Was den Weiterbetrieb des Campingplatzes angeht, zeigt man sich aber abwartend.

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Nicht alle haben sich daran gehalten. Das Ausmaß zeigt sich nach dem Hochwasser daher jetzt doppelt – die Schäden sind dadurch um ein Vielfaches höher.

Bürgermeister Gerhard Klepits

Die Stimmung am Campingplatz ist ohnehin schon seit Monaten aufgeheizt, nachdem die Gemeinde – auf Aufforderung der Abteilung für Naturschutz im Land – nicht länger Gnade vor Recht ergehen lassen wollte und etliche Camper mittels Beschluss dazu aufgefordert hat, ihre „illegal“ errichteten festen Vorbauten bei den Wohnwagen abzubauen. „Nicht alle haben sich daran gehalten. Das Ausmaß zeigt sich nach dem Hochwasser daher jetzt doppelt – die Schäden sind dadurch um ein Vielfaches höher“, meint Klepits. Auch hier heißt es aus dem Büro von Doskozil, dass man um eine Lösung bemüht sei.

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