Alles, was er noch habe, seien ein paar Kleidungsstücke und Schuhe. Ein Freund habe ihm mit ein wenig Bargeld ausgeholfen, sagte der 67-Jährige und wedelte vor der Fernsehkamera mit einem kleinen Geldbündel. Er habe keine Ahnung, wovon er jetzt leben solle.
McAfee war aus seiner Wahlheimat Belize geflohen, nachdem sein Nachbar vor einem Monat ermordet aufgefunden worden war. Vergangene Woche stellte der illegal nach Guatemala eingereiste McAfee dort einen Asylantrag und wurde kurz darauf festgenommen. Die Behörden in Guatemala-Stadt hatten zunächst seine Auslieferung nach Belize angekündigt. Schließlich wurde er jedoch in sein Herkunftsland USA ausgewiesen.
McAfee weist jede Verstrickung in den Mordfall zurück. Er begründet seine Flucht mit der Furcht, in Belize ermordet zu werden, weil er die von ihm als korrupt bezeichnete Regierung nicht länger finanziell unterstützen wollte. Aus Belize heißt es, man wolle McAfee nur zu dem Mordfall befragen. Bisher wird er von den Behörden in Belize lediglich als "Person von Interesse" bezeichnet, eine Anklage wurde nicht erhoben. Ein Sprecher der Ermittlungsbehörden in Belize sagte am Donnerstag, es lägen nicht genügend Beweise vor, um einen Haftbefehl gegen McAfee zu erwirken oder seine Auslieferung beantragen zu können.
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