Saudi-Diamanten
Brasilien: Ex-Premier wegen Veruntreuung angeklagt
Der brasilianische Ex-Präsident Jair Bolsonaro ist einem Artikel der Nachrichtenwebseite G1 zufolge offiziell der Veruntreuung von Schmuckstücken, die er während seiner Amtszeit als Staatschef erhalten hat, angeklagt worden. Die Schmuckgegenstände, darunter eine Diamant-Halskette, ein Ring, eine Uhr und Ohrringe, hätten einen Wert von 3,2 Millionen Dollar (2,96 Mio. Euro), berichteten zwei Mitarbeiter der Bundespolizei unter Vorbehalt der Anonymität.
Die Schmuckstücke seien Bolsonaro und seiner Frau einst unter anderem von der saudi-arabischen Regierung geschenkt worden. Ein Teil des Schmucks wurde bereits im Oktober 2021 im Gepäck eines aus Riad zurückkehrenden Regierungsmitarbeiters gefunden und von Zollbeamten auf dem internationalen Flughafen von Sao Paolo beschlagnahmt.
Premierminister spricht von „Schmuggel“
Bolsonaros Nachfolger, Präsident Luiz Inacio Lula da Silva, forderte eine Untersuchung, und einer seiner Kabinettsminister bezeichnete Bolsonaros Vorgehen als „Schmuggel“. Bolsonaros Anwalt ließ die Bitte um eine Stellungnahme bisher unbeantwortet.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Polizei die Wohnungen einiger Militäroffiziere durchsucht, die Bolsonaro beim Verkauf von Schmuckstücken in die USA geholfen haben sollen. Damals hieß es, die Gegenstände seien verkauft, der Verkauf aber nicht gemeldet worden. Es ist das zweite Mal, dass die Polizei Bolsonaro eines Verbrechens beschuldigt. Im März wurde er angeklagt, seine COVID-19-Impfunterlagen gefälscht zu haben.
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