Nach der bitteren Niederlage bei der Fußball-Europameisterschaft gegen die Türkei hat es nur einen Tag gedauert und der neue Trainer-Superstar in Österreich, Ralf Rangnick, hat schon das neue Ziel ausgegeben: Es muss die Teilnahme an der kommenden Weltmeisterschaft erreicht werden. Mut machen, statt Köpfe hängen lassen, war das Motto.
Wie recht er doch hat. Im Fußball liegen die Ziele klar auf der Hand, aber – Hand aufs Herz – wüssten Sie exakt, wohin sich die österreichische Wirtschaft entwickeln soll? Die Politik erschöpft sich darin, dem jeweiligen Gegner Fehler aus der Vergangenheit vorzuwerfen, aber wer kümmert sich um die Zukunft?
Das gilt auch für unser Budget, wo immer mehr Geld für Soziales und Pensionen ausgegeben wird (alles gut und wichtig), wo aber der Blick in die Zukunft fehlt? Und wenn diese Berechnungen (siehe Pensionen) nicht die bequem erreichbaren Ziele ergeben, dann schiebt man sie beiseite.
Genau diese Haltung ist aber gefährlich. Warum versucht man es nicht mit einer positiven Strategie (nach geschlagener Nationalratswahl): Eine „Benchmark-Offensive“ wäre ein gutes Rezept. Das bedeutet: Wir suchen uns international die jeweils besten Konzepte für die Bildung, für die Innovationen, für das Wirtschaftswachstum, für die Mobilität, für die Energie etc.: Das sind die positiven Beispiele, an denen wir uns orientieren. Nicht irgendwie und irgendwas, sondern ganz konkrete Umsetzungen.
Klare Ziele sind gefragt. So wie es Ralf Rangnick im Fußball geschafft hat!
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