Bogenschützin Elisabeth Straka hat am Donnerstag bei den Olympischen Spielen in Paris als Zehnte der Platzierungsrunde mit dem österreichischen Rekord von 667 Punkten einen starken Auftritt hingelegt. „Ich habe mich so gefreut, jedes Mal, wenn ich zur Scheibe vorgegangen bin, habe ich mir gesagt, nicht weinen“, so Straka.
Bereits bei den drei Trainingsrunden vor dem Wettkampf sei es ihr „super“ ergangen, das habe sich dann fortgesetzt. „Ich hatte zwei Passen drinnen im ersten Durchgang, die ein bisschen schwächer waren. Da ist der Wind reingekommen und ich habe mich da verunsichern lassen. Im zweiten Durchgang bin ich es auch wieder voll angegangen und es hat alles super gepasst“, sagte sie zu österreichischen Medienvertretern.
Weil sie es so genossen und ausgekostet habe, wollte sie auch noch nicht aufhören. „Ich war wirklich bei jedem Schuss 100 Prozent dabei.“ Normalerweise schieße man zu viert auf eine Scheibe, bei Olympia nur mit einer Kontrahentin. „Es ist dann zack zack gegangen. Ich habe nur versucht, beim Vorgehen zur Scheibe noch schnell irgendwie was zu essen, dass der Zucker nicht so runterfällt.“ Der Modus sei ihr zugute gekommen, es sei nicht viel Zeit zum Überlegen und man immer mega fokussiert.
Die Athletinnen hatten zwölf Runden (ein Durchgang sind sechs Runden) mit je sechs Pfeilen (eine Passe) zu absolvieren, sie gehen selbst nach vor und ziehen diese aus der Scheibe raus. Davor streichen sie die Pfeile ab, machen also eine kleine Markierung auf der Scheibe, damit man später sieht, welche Löcher schon da waren. Bei strittigen Entscheidungen wird ein Wertungsrichter herangezogen.
Wer verliert, ist draußen
Der nächste Auftritt der 24-jährigen Straka findet auf großer Bühne statt. Da kann alles nach ein paar Minuten vorbei sein, denn es geht in der Direktausscheidung und mit Matches weiter. Jede Paarung bekommt aber ihren ganz großen Moment, während bei der Platzierungsrunde alle zeitgleich im Einsatz waren. „Die große Stage ist das, worauf ich mich am meisten freue. Wir stehen zu zweit, schießen jeweils drei Pfeile. Und dann schaut man, wer den größeren Score hat, der bekommt zwei Punkte. Bei sechs Punkten hat man gewonnen. Wer verliert, ist leider sofort draußen.“
Sie habe einen Vorteil, weil sie jetzt gegen eine Schwächere schieße, aber im Bogenschießen sei es immer so tagesabhängig. „Die 64 Leute, die da sind, sind wirklich alle top.“ Zehnte geworden zu sein, sei „cool“ und ein Wahnsinn. Beste war die Südkoreanerin Lim Sihyeon, die mit 694 gleich Weltrekord schoss.
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