1000 Euro im Jahr gibt jeder Österreicher für Wahlärzte und andere Gesundheitsleistungen aus. ÖGK-Obmann Andreas Huss erklärt im Interview mit der „Krone“, wie er das ändern will, wie viele Primärversorgungszentren es im Jahr 2030 insgesamt in Österreich geben soll und warum er für das System der Überweisung ist.
„Krone“: Herr Huss, Sie sitzen als Arbeitnehmervertreter in der ÖGK und haben dieser Tage eine Umverteilung der Gelder im Gesundheitssystem gefordert. Woher soll Geld kommen, wohin soll es gehen?
Andreas Huss: In Österreich werden im Jahr 51 Milliarden Euro für die Gesundheitsversorgung ausgegeben. Das Geld kommt aus Kassenbeiträgen, Steuern und extra elf Milliarden Euro von den Patienten selbst. Im Schnitt zahlt ein Bürger 1000 Euro im Jahr aus seiner eigenen Tasche. Das ist viel zu viel, auch im Vergleich zu anderen Ländern. Sinnvoll wäre es, den Anteil des Staates von derzeit 33 Prozent auf 43 Prozent zu heben. Dazu muss man wissen, dass der Staat für Pensionisten sozusagen den Dienstgeberbeitrag zahlt. Der Hebesatz beträgt bei Bauern und Beamten 300 Prozent, für ASVG-Versicherte aber nur 100 Prozent. Das gehört angesichts der Bevölkerungsentwicklung erhöht.
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