Seit den 1990er-Jahren fordert Mexiko den Federschmuck des Moctezuma, der in Wien ausgestellt ist, zurück. Nun wirft man Österreich vor, die Krone gar ausgetauscht zu haben.
Dass Mexiko die wertvolle Federkrone Moctezumas (die vermutlich nie dem berühmten Aztekenherrscher, sondern einem Priester gehörte) zurückhaben will, ist kein Geheimnis. Schon Anfang der 90er-Jahre formierten sich Gruppen, die eine Rückgabe des Objekts, von dem sich eine Kopie in Mexiko, das Original aber im Weltmuseum Wien befindet, forderten.
Nun legte Beatriz Gutiérrez Müller, ihres Zeichens nicht nur Historikerin, sondern auch Frau des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador, noch einmal nach.
In einer Pressekonferenz warf sie laut mexikanischen Medien der Republik Österreich vor, bewusst Infos über den tatsächlichen Zustand des Ausstellungsstückes zurückzuhalten. Weiters spekulierte sie, dass die Federkrone womöglich beschädigt sei oder gar gegen eine andere ausgetauscht wurde.
Man werde nicht aufgeben, bis der Schmuck wieder in Mexiko sei. Frühere Bedenken des Weltmuseums, dass die Krone bei einem Transport nach Mexiko beschädigt werden könnte, wischte Müller vom Tisch. Man verfüge über Spezialisten und die Technologie, um einen unfallfreien Transport zu gewährleisten.
In Wien zeigt man sich ob der neuen Vorwürfe überrascht. Der Zustand des Objekts soll nach wie vor einwandfrei sein. Ein offizielles Ersuchen des Staates Mexiko für eine Rückgabe hat es laut „Krone“-Informationen tatsächlich bisher nie gegeben. Womit auch die Behauptung, Österreich würde sich weigern, den Schmuck zurückzugeben, absurd wäre. 2021 ersuchte man lediglich, die Krone für eine Ausstellung ausleihen zu dürfen.
Was aufgrund der Fragilität des Ausstellungsexemplares abgelehnt werden musste.
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