Am ersten Wochenende im neuen Jahr sorgen 78 Piloten im Raum Freistadt wieder für ein wahres Rallye-Spektakel. Darunter findet man auch erstmals seit 1986, als Gabi Husar eine Porsche pilotiert hatte, mit Pia Steffe aus Strengberg (NÖ) eine Frau am Steuer. Die 26-Jährige sorgt aber auch mit ihrem Style für Aufsehen.
Das wird wieder ein echtes PS-Spektakel! Denn mit der Pressekonferenz zur 38. Ausgabe der Jännerrallye von 3. bis 5. Jänner wurde auch die Nennliste für den Auftakt der rot-weiß-roten Staatsmeisterschaft veröffentlicht. Und die hat es in sich, gehen 78 Fahrer aus sechs Nationen an den Start. In der PS-stärksten Kategorie sind gleich 18 (!) Teams mit Rally2-Boliden genannt. Darunter auch Vorjahressieger Michael Lengauer in einem Skoda oder Vierfach-Champ Simon Wagner, der erstmals einen Hyundai pilotieren wird.
Erstes reines Frauen-Team
Die größte Überraschung aber: Erstmals seit 1986, als Gabi Husar nach insgesamt sieben Antritten das letzte Mal ihren Porsche 911 SC durchs Mühlviertel gesteuert hatte, nimmt es eine Frau mit der „Jänner“ auf. Pia Steffe aus Strengberg wird gemeinsam mit Beifahrerin Nina Spitaler als erstes reines Frauen-Team die 19 Sonderprüfungen über 180,54 Kilometer in Angriff nehmen.
Motorsport im Blut
„Die Vorfreude überwiegt, die Nervosität wird erst kurz vorher kommen“, lacht die 26-Jährige im Gespräch mit der „Krone“. Wie sie den Weg in den von Männern dominierten Rallye-Sport gefunden hat? „Ganz klar durch den Papa, ich komme aus einer Motorsportfamilie, wie ich noch ein kleines Mädel war, hab’ ich schon eine Motocross-Maschine bekommen, mit 17 ist dann das Driften dazugekommen und vor gut zwei Jahren hab’ ich mit Rallye angefangen“, so Pia, die schon 14 Rallyes absolviert hat und von ihren männlichen Kontrahenten respektiert wird. „Ich könnte überhaupt nichts Negatives sagen. Man fällt als Frau aber ein bisschen mehr auf und da sind die Augen noch mehr auf einen gerichtet!“
Lieblingsfarbe Rosa
Was für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt: Ob ihr einst von Manfred Stohl gesteuerter Mitsubishi, ihr Anzug oder ihr Helm – alles ist in Rosa gehalten. „Das ist meine absolute Lieblingsfarbe, selbst mein Zimmer ist rosa“, grinst Pia, die beim Fahren auch auf Schminke und gemachte Nägel nicht verzichten will.
Geschminkt ins Auto
„Das hat der Papa zwar immer ein bisschen bekrittelt, aber ich bin so, ich will mich wohlfühlen. Nur weil ich eine Frau im Motorsport bin, muss ich mich nicht gehen lassen“, steht die Unternehmerin zu ihrem Style. Apropos: Wie man aus der Szene hört, ist auch ihr Fahrstil durch ihre Drift-Erfahrung ein echter Hingucker. Ihr Ziel bei der „Jänner“: „Einfach ins Ziel kommen!“
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